*so nächstes Kapi ist da*
Kapitel 8: Tante?
Eine ganze Weile schon, lief sie durch den Wald. Die Uhrzeit hatte sie völlig vergessen. Sie ließ sich von der Natur völlig fesseln. Sie beobachtete, wie die wenigen Sonnenstrahlen durch die Blätter der Bäume drangen und genoss die Ruhe. Der Wind kam auf, wehte ihr erst ins Gesicht und ließ sie leicht zittern. Aber nur wenige Minuten später, änderte der Wind seine Richtung.
Der Wind wurde stärker. Er wehte Chiara in den Rücken, als wolle er, dass sie weiterginge. Und sie folgte ihm. Lies sich von dem Wind führen. Immer weiter ging es in den Wald. Je weiter sie ging, umso dunkler wurde es. Langsam wurde der Wind schwächer und schließlich gelangte sie auf eine kleine Lichtung.
Überall blühten Blumen und das leise Summen der Bienen war zu hören. Die Sonne erhellte fast die gesamte Lichtung. Chiara kam es so vor, als hätte sie die Wirklichkeit verlassen und wäre in einem Märchen. Sie musste plötzlich blinzeln, weil sich vor ihren Augen etwas abspielte, was sie noch nie zuvor gesehen hatte. Das Licht zog sich langsam zusammen, als würde es jemand zusammendrücken und immer klarer kam eine Person zum Vorschein.
Unfähig sich zu bewegen, stand Chiara da und beobachtete, wie das Licht zu einer Person wurde. Einer Person, die sie nur zu gut kannte. „Tante“, mehr brachte sie nicht heraus. Ein einziges Wort, doch es reichte, damit diese absurde Person die Augen öffnete und Chiara anlächelte. Was ging hier vor? Sie hatte Angst und zitterte. Das konnte nicht sein. Sie ging einen Schritt zurück.
„Hab keine Angst, Chiara“, fing plötzlich die Gestalt an zu sprechen.
„Woher .... das....“, Unglauben war in ihrer Stimme zu hören.
„Nein, das ist kein Traum. Ich bin es wirklich, deine Tante.“ Die Gestalt kam näher, aber noch immer leuchtete sie.
„Wie kann das sein? Du bist tot? Das muss ein Traum sein.“
„Nein, das ist kein Traum. Ich würde es dir gerne erklären, bitte Chiara, hör mir zu.
Chiara wusste nicht, was sie davon halten sollte. Aber sie nickte. Diese Gestalt, die sich als ihre Tante ausgab, winkte sie zu sich, doch Chiara konnte sich nicht bewegen. Ihr Körper wollte ihr nicht gehorchen. Doch warum? Wenn es doch wirklich ihre Tante war, dann brauchte sie doch keine Angst zu haben?
„Ja es stimmt, ich bin tot, aber ich wollte es so. Chiara, schon seit Generationen ist es in unserer Familie üblich, sich zu opfern, zu sterben, um die Menschen zu beschützen. Es liegt in unserem Blut und es ist unser Erbe, zu sterben, um die Menschen vor den kalten Wesen zu schützen. Und es ist auch dein Erbe. Du musst sterben. Sterbe und komme zu uns.“ Die Gestalt streckte eine Hand nach Chiara aus.
Chiara reagierte nicht. Was sagte ihre Tante da? Sie sollte sterben? Ein Erbe? Um die Menschen zu schützen? Wer waren die kalten Wesen? So viele Sachen gingen ihr durch den Kopf, dass sie nicht mehr klar denken konnte. Sie schaute dieser fremden Gestalt, ihrer Tante, in die Augen. Ihre Augen leuchteten gelb und weiß zugleich und kaum hatte sie ihrer Tante in die Augen geschaut, wurden ihre leblos. Sie dachte an nichts mehr, ihre Gedanken waren leer. Sie machte einen Schritt auf ihre Tante zu und noch einen.
Plötzlich hatte sie das Gefühl, ihr Körper würde brennen. Ihr wurde heiß und sie hatte das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Dann war es plötzlich kalt. Etwas Kaltes umschloss ihren Körpern. Drückte sie fest an sich und ein Knurren war zu hören. Doch sehen konnte sie nichts. Alles war verschwommen. Das Letzte was sie sah, bevor sie das Bewusstsein verlor, war, wie erschrocken ihre Tante geschaut hatte und zurück gewichen war. Dann hatte sich ihre Tante aufgelöst.
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