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    Fanfics & Geschichten Diskutiere über Zwielicht in dem Wiki & Community Forum; *so hier gibts nun den nächsten teil, sorry das es so lange gedauert hat* – 47 – (Erinnerungen) Alle Lichter ...

    1. #121
      Koukoku
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      Standard AW: Zwielicht

      *so hier gibts nun den nächsten teil, sorry das es so lange gedauert hat*


      47 – (Erinnerungen)

      Alle Lichter im Haus waren aus. Nelly und Justin waren schon längst gegangen und die beiden Frauen lagen in ihren Betten und schliefen. Mala lief die Treppen nach oben und geradewegs in das Zimmer von Chiara. Leise öffnete sie die Tür und trat an ihr Bett. Chiara lag auf der Seite, und Mala streckte ihre rechte Hand zu ihrem Gesicht aus. Sie schloss ihre Augen und als sie sie wieder öffnete, da leuchteten ihre Augen weiß. „Hapyy Birthday, Chiara.“

      Chiara öffnete ihre Augen und schaute in die weißen Augen von Mala. Sie hörte gerade noch wie sie ihr zum Geburtstag gratulierte, obwohl der ja schon seit ein paar Stunden vorbei war, als sie ihre weiß leuchtenden Augen sah. Die Feuerrose in ihr erwachte, doch es war zu spät. Sie hatte einen Moment zu spät reagiert.

      Mala unterdrückte mir ihrer Kraft die Feuerrose. Sie spürte wie diese sich wehrte, dagegen ankämpfte, doch es es war schon zu spät gewesen. Mala war bereits in die Gedanken von Chiara eingedrungen. Sie schauten sich in die Augen, und verharrten so.

      Chiara fühlte wie ihre Seele aus ihrem Körper gedrängt wurde. Aber es war auch ein Gefühl dass sie noch nie gespürt hatte. Es war nicht unangenehm. Nur etwas kühl. Und dann sah sie ganz viel Bilder an sich vorbeiziehen. Einige ganz schnell, andere konnte sie genau erkennen:
      Glückliche Menschen, die zusammen lebten, als ein großer Stamm; Streit; Menschen die sich gegenseitig Beschuldigten; Morde geschahen, nicht nur Erwachsene, auch Kinder; zwei Seiten die sich gegenseitig bekriegten; ein großer Krieg;


      Lichtwesen, sich unter die Menschen der einen Seite mischten; Vampire, die auf der anderen Seite kämpften; ein noch größer Krieg; Hütten und Häuser zerstört; Familien auseinander gerissen; Sklaven;Menschen, Lichtwesen und Vampire die versklavt werden; Lichtwesen die sich mit den Menschen vereinen, um noch stärker zu werden; Vampire die dies nicht tun können, weil sie die Menschen dabei töten würden; Hass, unbändiger Hass auf beiden Seiten

      Die Bilder wurden Chiara zu viel. Sie wollte wegschauen, ihre Augen schließen, doch das brachte nichts. Sie sah die Bilder vor ihrem geistigem Auge wieder. >>Aufhören. Diese Bilder sollen aufhören.<< Doch die Bilder verschwanden nicht. Immer und immer wieder liefen sie an ihr vorbei, wie in einem Film. Und dann, als sie sich eines der Bilder näher anschaute, obwohl sie es eigentlich gar nicht vorhatte, stutzte sie. Unter all diesen Menschen sah sie ein kleines Mädchen. Erst wusste sie nicht, warum sie das Mädchen so interessierte, doch als sie sich das Gesicht genauer betrachtete, erkannte sie es. Es war das Gesicht von Mala. Einem kleinen eingeschüchterten Mädchen, einem Kind, dass das Blut von Mensch und Lichtwesen in sich vereinte. Sie klammerte sich an eine Frau, deren Gesicht nicht zu erkennen war, sehr wohl aber, wie diese plötzlich tot zusammensackte. Ihr ganzer Körper war übersät mit Blut.

      Das kleine Mädchen fing an zu rennen. Es rannte immer weiter. Wollte in den Wald, wo sie sich verstecken konnte, doch sie war zu langsam. Ihre Verfolger holten sie ein, umstellten sie und wollten auch sie töten. Das Mädchen kauerte auf dem Boden, kniff die Augen zusammen. Wusste, dass nun auch sie sterben musste.
      Aber dann geschah etwas mit dem kleinen Körper. Er fing plötzlich an zu leuchte, immer stärker, sodass die Vampire zurückweichen mussten. Und dann war es vorbei.

      Das Mädchen lag bewusstlos auf dem Boden und hatte eine Platzwunde am Kopf. Einer der Vampire war hinter sie getreten, hatte sich dem Licht entgegengestellt, wobei er verletzt wurde und hatte sie bewusstlos geschlagen.
      Der verletzte Vampir beugte sich über das Kind und drehte es auf den Rücken. Was nun geschah, konnte Chiara nicht erkennen, etwas zerrte an ihr. Wollte sie zurück in ihren Körper holen. Doch sie wehrte sich, sie wollte wissen was aus dem Mädchen wurde. Das Bild wurde verschwommen, doch trotzdem sah sie es. Auf ihrer Stirn war eine Narbe, ein halber Stern. Das Mädchen saß mit leeren, ausdruckslosen Augen da und verbeugte sich vor den Vampiren. Sie war zu einem Sklave der Vampire geworden.


      Justin hatte so ein ungutes Gefühl und wollte noch einmal nach Chiara schauen und Nelly hatte sich bereit erklärt mitzukommen. Und dann spürten sie es. Beide gleichzeitig. Wie eine Kraft freigesetzt wurde, die nicht von Chiara stammte. Sekundenbruchteile sahen sie sich an, dann rannten sie los um nur wenig später vor Chiaras Fenster zu sein. Sie sahen wie Mala mit ausgestreckter Hand über Chiara stand und sich die beiden in die Augen schauten, sie schienen wie erstarrt.
      Justin ließ ein knurren vernehmen. Und Nelly ging es nicht anders.

      Sie öffnete das Fenster, stürmte hinein und während sie Mala festhielt, dafür sorgte, dass sie nicht weiter mit ihrer Kraft auf Chiara einwirken konnte, hatte Justin sich über sie gebeugt. Er rief ihren Namen, versuchte sie zu erreichen, wo immer sie auch war. „Schaff sie hier raus, bevor ich sie umbringe, sofort!“ Justins Stimme war eiskalt und seine Schwester wusste, dass das keine leere Drohung war. Mala wehrte sich zwar, doch Nelly befahl ihr, mit all ihrer Macht, sich ruhig zu verhalten und Mala musste gehorchen. Nelly hielt ihr die Hände hinterm Rücken fest zusammen, zerrte sie aus dem Fenster und brachte sie weg.


      Während dies alles geschah, achtete keiner von ihnen darauf, dass es noch eine weitere Person gab, die das Geschehen mit angesehen hatte. Sie hatte ihre Hand erhoben und hielt einen Anhänger, in der Form eines Rosenblattes, in ihrer Hand. Doch sobald die beiden Vampire das Zimmer betreten hatte, hatte sie ihre Hand gesunken und den Anhänger eingesteckt. Noch einen Moment hatte sie die Szene beobachtet, dann war sie gegangen.
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    2. #122
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      Standard AW: Zwielicht

      * und zur abwechslung gibts gleich noch ein zweites dazu, da ich so lange gewartet hab*
      :enjoy *erdbeertee schlürf*


      - 48 -

      An wirklich viel konnte sich Chiara nicht mehr erinnern, als sie aufwachte. Nur das sie einen sehr seltsamen Traum gehabt hatte. Und was sie noch mehr wunderte war, das Justin neben ihrem Bett saß und sie die ganze Zeit anschaute, ohne auch nur ein Wort zu sagen. „Justin was ist los? Warum bist du hier?“ fragte sie verwundert und setzte sich auf. Er zögerte, wusste nicht ob er ihr die Wahrheit sagen sollte. Und er tat es nicht, er log: „Naja ich wollte einfach nochmal nach dir sehen und dann hab ich dich gefunden, wie du auf dem Boden lagst. Du bist wohl die Nacht aus dem Bett gefallen. Und da du einfach weiter geschlafen hast, nicht aufgewacht bist, dachte ich mir, das ich zur Sicherheit bei dir bleibe. Nicht das du nochmal aus dem Bett fällst.“

      Er stand auf und zog den Vorhang zurück. Lies das wenige Sonnenlicht, das sich seinen Weg durch die Wolken kämpfte, in ihr Zimmer. „Aber da du jetzt wach bist, kann ich ja beruhigt nach Hause gehen und mich für ein paar Stunden hinlegen, oder was meinst du?“ Er drehte sich zu ihr um.

      Chiara hatte die Hände in ihren Schoß gelegt und betrachtete diese, schien gar nicht richtig zuzuhören, was Justin ihr erzählte. Doch als er zu ihr trat, blickte sie auf und nickte. „Ja, ruhig dich auch, jetzt werde ich bestimmt nicht aus dem Bett fallen.“ Sie grinste ihn an. Justin nickte, dann trat er zum Fenster und einen Wimpernschlag später war er verschwunden.

      Noch eine Weile blieb sie auf ihrem Bett sitzen, stand dann aber auf und trat ans offene Fenster. Der Wind wehte ihr ins Gesicht und strich ihre Haare zurück. Sie schloss die Augen und genoss das Windspiel für einen Moment. >>Warum hast du mich angelogen Justin? Warum hast du mir nicht die Wahrheit gesagt? Ich weiß zwar nicht was die Nacht passiert ist, aber ich weiß, dass das, was du mir eben erzählt hast, nicht stimmt. Und es ist nicht das erste mal, dass du mir nicht die Wahrheit gesagt hast.<<

      Auch während sie sich im Bad fertig machte, gingen ihr diese Gedanken nicht aus dem Kopf. Sie zog sich einen Morgenmantel über, die Haare immer noch in ein Handtuch eingewickelt und ging hinunter in die Küche. Als sie diese betrat stutze sie. Mala war nicht da und auch der Tisch war noch nicht gedeckt. Normalerweise kümmerte sich Mala immer darum doch heute war dies nicht der Fall. Sie wollte ins Wohnzimmer gehen, blieb aber auf dem Weg dorthin im Flur stehen, als sie sah, das der Anrufbeantworter blinkte.

      Sie hörte sich die Nachricht an, und löschte sie dann. Gedankenverloren ging sie ins Wohnhzimmer und setzte sich aufs Sofa. Sie zog die Füße an und starrte ausdruckslos aus dem Fenster. >>Warum spricht Mala auf den Anrufbeantworter? Sie hätte mir doch auch sagen können, dass sie für ein paar Tage nach Hause ist, weil es ihrer Mutter nicht gut geht. Warum auf diese Weise?<<

      „Guten Morgen du Schlafmütze.“ Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen und schaute ins das Gesicht ihrer Freundin, dass sich über sie gebeugt hatte. Und vor Schreck lehnte sie sich nach hinten. Ihr Handtuch rutsche vom Kopf und viel zu Boden. Lisa lächelte. „Du scheinst noch nicht richtig wach zu sein. Vielleicht solltest du noch eine Runde schlafen, oder du gehst noch einmal unter die Dusche und versuchst es mit eiskaltem Wasser.“

      Sie ließ sich neben ihrer Freundin auf die Couch sinken und rührte in ihrem Kaffee herum. „Wie lange bist du schon wach? Ich dachte du wolltest heute einen faulen Tag im Bett verbringen.“ Lisa schüttelte den Kopf. „Leider nein. Ich habe vorhin meine E-Mails abgerufen und leider muss ich dir sagen, dass ich übermorgen schon wieder nach Hause muss. Meinem Vater geht es nicht besonders gut und....“ sie brach ab und schaute ihre Freundin betrübt an.

      Diese saß da und kämpfte mit den Tränen. „Es tut mir leid, ich hätte nicht...“
      „Nein, es ist schon okay. Mir geht es gut wirklich. Und ja, du solltest zurück fliegen.“
      „Ich kann auch noch etwas bei dir bleiben.“ Chiara schüttelte den Kopf.

      „Es ist in Ordnung, wirklich. Du solltest froh sein, dass du einen Vater hast, der sich um dich sorgt und....“ weiter konnte sie nicht sprechen. Länger konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurück halten.

      In ihr kamen all die Erinnerungen an ihre Eltern hoch, die schönen und auch die nicht so schönen. Doch sie vermisste jeden einzelnen Tag, an dem ihre Eltern nicht bei ihr wahren, auch wenn sie es nicht zeigte. Versuchte nicht zu sehr darüber nachzudenken. Lisa stellte ihre Tasse ab und nahm ihre Freundin in die Arme. Sachte wiegte sie sie hin und her, wie ein kleines Kind. >>Du hast nie wirklich über den Tod deiner Eltern geweint, und auch auf ihrer Beerdigung warst du nicht gewesen. Jetzt weine. Weine und lass deine Tränen laufen. Es wird dir gut tun und danach wirst du dich besser fühlen.<<
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    3. #123
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      Standard AW: Zwielicht

      *so hier kommt das nächste Kapi* ;)
      :enjoy*Kiba-Tee schlürf*
      *sagt mit büdde büdde wie es euch gefällt*


      - 49 -

      Lisa saß im Wohnzimmer und telefonierte mir ihren Eltern, als Chiara die Treppe herunter kam. Sie hatte sich endlich was angezogen und ihre Haare zu einen Zopf zusammengebunden. Sie zog ihre Jacke und Schuhe an, und zeigte mit dem Finger zur Haustür. Lisa verstand und nickte ihr zu.

      Chiara wollte einen kleinen Spaziergang machen. Obwohl der Wind stärker geworden war, wollte sie raus. Sie brauchte ein bisschen frische Luft. Wollte einen Moment für sich alleine sein. Um ihre Gedanken und Gefühle ordnen zu können. Sie lief in den Wald und beobachtet wie die bunten Blätter zu Boden fielen. Eine Weile lief sie einfach einfach herum, ohne auf den Weg zu achten oder wo sie lang ging. Beobachtete einfach nur das Leben, welches sich um sie herum abspielte. Eichhörnchen die von Ast zu Ast hüpften oder auf dem Boden um ihre Nüsse zu bunkern. Vögel die sich auf den Weg nach Süden machten.

      Dann aber blieb sie an einer große Eiche stehen, betrachtete sie und lehnte sich schließlich mit dem Rücken gegen sie. Sie verschränkte die Arme hinter dem Rücken, legte den Kopf zurück und schloss die Augen. Sie konzentrierte ihre Kraft. So wie Justin es versucht hatte ihr beizubringen. Schloss alles andere aus. Konzentrierte sich nur auf diesen einen Punk, den sie unbedingt erreichen wollte. >>Feuerrose.... Feuerrose...... Sie ist ein Teil von mir. Mein Erbe. Gehört zu mir. Wir sind sind jeweils ein Teil einer Seite der Medaille. Ich muss sie in mir spüren, muss sie fühlen können...<<

      Du bist ganz schön hartnäckig. Dafür dass du mich nicht kontrollieren kannst. Aber du strengst dich an, und das schätze ich an dir. Also was ist los? Warum willst du mit mir sprechen?“Hörte sie die Stimme der Feuerrose in ihrem Kopf, ihr andere Teil. >>Ich habe so viel Fragen an dich, wie soll ich da anfangen?<<
      „Versuch es einfach? Vielleicht antworte ich dir, vielleicht aber auch nicht. Also sag mir was du auf dem Herzen hast.“
      >>Es geht um Justin. Ich weiß nicht woher das kommt, aber ich glaube Justin hat mir heute Morgen nicht die Wahrheit gesagt. Und das ist nicht das erste mal. Warum lügt er mich an? Warum sagt er mir nicht was los ist? Habe ich nicht das Recht zu erfahren was passiert ist?<<
      Justin will dich nur schützen. Er will dir nicht wehtun. Deshalb hat er dir nicht gesagt was passiert ist.“
      >>Aber du weißt es, ja? Du weißt was die Nacht passiert ist und auch damals, als wir auf dem Weg zum Flughafen waren um Lisa abzuholen. Ich weiß dass er mir nicht alles erzählt hat.<<
      Warum sprichst du ihn dann nicht darauf an? Frag ihn doch einfach!“
      >>Das könnte ich, ja, aber was ist wenn er es mir nicht sagt, mich wieder anlügt.<<
      „Du hast gemerkt das er dich anlügt. Also sollte es dir doch auch auffallen, wenn ihr darüber redet.“

      Chiara schwieg. „Ich finde du solltest ihn einfach drauf ansprechen, frag ihn einfach warum er dich anlügt.“
      >>Und warum sagst du es mir nicht? Du bist doch ein Teil von mir. Wir gehören zusammen, warum also sagst du es mir nicht?<< Es blieb Still. Sie bekam keine Antwort mehr und dann war es vorbei mit ihrer Konzentration, als sich ein Eichhörnchen auf ihre Schulter setzte.

      Verwundert schaute sie auf, erschreckte damit das kleine Eichhörnchen, welches wieder den Baum hinauf rannte, um sich dort zu verstecken. Sie seufzte. Chiara verstand beide nicht. Die Feuerrose, und Justin. Beide waren für sie ein Rätsel. Sie merkte wie sie fröstelte, zog ihre Jacke enger und machte sich auf den Weg zurück.

      >>Es tut mir leid Chiara. Aber ich kann es dir nicht sagen. Wenn du nicht von selbst darauf kommst, nicht endlich lernst zu akzeptieren, dann wirst du mich auch niemals kontrollieren können. Und dann wirst du es vielleicht niemals erfahren. Und du wirst es niemals wissen. Du wirst dein Todesurteil unterschreiben, ohne dass du es merkst, und wenn doch, dann wird es zu spät sein. Aber ich kann dir nicht helfen.
      Ja, ich bin ein Teil von dir, wir gehören zusammen, aber das ist dein Weg. Ganz allein deiner, nicht mein Weg. Meiner wurde schon beschlossen, bevor es uns überhaupt gab. Bevor die Feuerrose existierte. Daran wird sich nichts ändern. Aber dein Weg ist noch nicht entschied, noch nicht endgültig...<<
      Geändert von Soraya (07.08.2010 um 10:08 Uhr)
      Zwielicht

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    4. #124
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      Standard AW: Zwielicht

      so hier gibts nun das nächste kapi, auf ein weiteres müsst ihr leider etwas warten, da ich mitten im Umzug bin und ich in ein paar tagen auch kein internet mehr haben werde *für ne weile*
      lg


      - 50 -

      Justin hatte sich dazu bereit erklärt die beiden Freundinnen zum Flughafen zu fahren. Natürlich wieder mit der Limousine. Chiara wollte ihrer Freundin diesen Wunsch erfüllen, wer wusste schon, wann sie ihre Freundin wiedersehen würde. Denn sie wollte auf jedenfall noch hier bleiben. Es war Nachmittag als die Limousine aus der Einfahrt fuhr und auf den Weg zum Flughafen war.

      „Sag mal Chiara was ist mir dir los?“ fragte Lisa und sah ihre Freundin besorgt an. Diese hob den Kopf. „Es ist alles in Ordnung, mach dir.....“
      „Fang jetzt nicht damit an, das alles Okay ist. Ich sehe doch das etwas nicht stimmt. Ist es wegen mir? Soll ich noch länger bei dir bleiben?“ Chiara schüttelte den Kopf. „Nein das ist es nicht.“ Betrübt schaute sie ihre Freundin an.

      Liebevoll, als ob Chiara eine kleine Schwester für sie wäre, zog Lisa sie an sich und strich ihr über den Rücken. „Was bedrückt dich dann? Geht es um Justin?“ Sofort hob Chiara ihren Kopf. Ja, sie konnte ihrer Freundin nichts vormachen. Sie wusste und sah es immer sofort, wenn es ihr schlecht ging. Sie nickte.
      „Chiara, was auch immer es ist, was dich so bedrückt, du solltest mit ihm reden. Du könntest mir auch erzählen was los ist, aber ich glaube, dies ist eine Sache die nur euch zwei betrifft. Hab ich recht?“ Lisa sah ihre Freundin fragend, aber mit einem wissenden Lächeln auf dem Gesicht an. Diese nickte.

      Als sie am Flughafen ankamen, hatten sie noch etwas Zeit, und so saßen die beiden Freundinnen noch etwas zusammen und unterhielten sich, während Justin etwas abseits lag und in einer Zeitung blätterte. Es hatte den Anschein, als wolle der ihnen noch einen Moment alleine geben.
      Doch schließlich wurde Lisas Flug aufgerufen.
      „Ich danke dir das du hier warst.“ Chiara umarmte ihre Freundin.
      „Ja, es hat mir auch gefallen. Und denk an das was ich dir gesagt habe, rede mit ihm.“ Noch eine letzte Umarmung, dann musste Lisa los.

      Als Chiara ihre Freundin nicht mehr sah, drehte sie sich um und währe fast mit Justin zusammengestoßen. Sie stieß ein seufzen aus. „Hast du mich eben erschreckt. Ich dachte du stehst dort hinten.“ Sie zeigte auf die Stelle, an der Justin noch vor wenigen Minuten gestanden hatte. Doch als er ihr nicht antwortete, schaute sie zu ihm auf. „Justin?“ Er reagierte immer noch nicht. Sie wollte einen Schritt zurück machen, doch er hielt sie am Handgelenk fest, drehte sich dann um und zog sie mit sich nach draußen. „Justin was soll das?“ Er drängte sie in eine dunkle Ecke des Parkhauses und schaute ihr einen Moment schweigend in die Augen.

      „Sag mir auf der Stelle was los ist!“ forderte er sie auf. Sie zuckte zusammen beim Klang seiner Stimme. Sie war irgendwie anders als sonst. Kälter und schärfer. Eine Gänsehaut breitete sich auf ihrem Körper aus. Sie wollte den Kopf schütteln und etwas erwidern, doch er unterbrach sie, bevor sie auch nur ein Wort gesagt hatte. „Sofort!“

      Sie zuckte zusammen und verschränkte die Arme vor der Brust. Kurz herrschte Stille. Sie senkte ihren Kopf und sagte: „Du hast mich angelogen. Damals im Wald, als wir Lisa vom Flughafen abholen wollte und letztens erst, als du gesagt hast, ich wäre aus dem Bett gefallen. Beide Male hast und mich angelogen, und ich möchte von dir wissen: Wieso? Und ich will das du mir Antwortest, und zwar die Wahrheit!“ Chiara schrie die letzten Worte fast. „Und ich will wissen wo Mala ist. Denn ich glaube nicht, das sie bei ihren Eltern ist. Sag mir was es mit ihr auf sich hat!“

      >>Chiara nein! Das nicht.<< Die Feuerrose streckte ihre Hand aus, als wolle sie Chiara aufhalten, sie daran hindern weiterzusprechen. Doch es war zu spät. Sie hatte die letzten Worte: „Sag mir was es mit ihr auf sich hat“ schon ausgesprochen. Sie konnte Chiara nicht erreichen, nicht zu ihr durchdringen. Die Feuerrose ließ ihre Hand sinken. >>Das war ein Fehler, das hättest du ihn nicht fragen dürfen. Es tut mir leid, aber jetzt....<< Sie senkte den Kopf und schaute nach unten. Schaute in einen See. In einen See der aus Tränen entstanden war.
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    5. #125
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      Standard AW: Zwielicht

      soooo, nach ettlich langer zeit gibt es nun endlich das nächste kapitel
      sorry das es so lang gedauert hat

      viel spaß beim lesen
      :enjoy *cappuchino schlürf*

      - 51 -

      Justin trat einen Schritt zurück. Schaute sie entsetzt an. Doch er schwieg. Und sein Schweigen war ihr Antwort genug. Sie wusste, dass sie recht hatte. Dass er sie angelogen hatte. Doch er gab keine Antwort. Starrte sie nur an. Schließlich jedoch wandte er sich ab, drehte sich um und lief zur Limousine. „Steig ein. Ich fahr dich nach Hause,“ war alles was er sagte. Er sprach es nicht laut, doch sie hörte jedes einzelne Wort.

      Aber Chiara rührte sich nicht. Sie wollte Antworten. Und sie würde nicht eher gehen, bis sie welche bekam. „Nein!“ Sie schüttelte den Kopf. „Ich werde nicht einsteigen. Ich will Antworten, jetzt!“ Er drehte sich zu ihr um, funkelte sie mit seinen dunklen Augen an. „Steig ein, oder ich lass dich nach Hause laufen,“ seine Stimme war kalt. Nicht mehr warm, wie sie sie sonst kannte. Sie rührte sich nicht. Justin gab ihr keine Antwort. Würde er ihr überhaupt Antworten geben? Und wieso war er auf einmal so anders, seine Stimme.

      Eine ganze Weile standen sie so da, schauten sich an und keiner von beiden wollte nachgeben. Schließlich jedoch wurde es Chiara zu bunt. >>Fein! Wenn er mir nicht antworten will, dann soll er es lassen!<< Sie drehte ihm den Rücken zu und lief zum Aufzug. Sie würde wohl nach Hause laufen müssen. Aber sie konnte sich ja auch einfach ein Taxi nehmen. Sie spürte förmlich wie sich Justins Blick in ihren Rücken bohrte. Aber sie hörte keine Schritte.

      Und dann, stand er plötzlich vor ihr und versperrte ihr den Weg, als sie gerade in den Aufzug steigen wollte. Justin geh mir aus dem Weg!“ Sie war sauer, sehr sogar. Und diesmal würde sie nicht nachgeben. Sie war fest entschlossen in diesen Aufzug zu steigen, um sich dann mit dem Taxi nach Hause fahren zu lassen. Doch er bewegte sich keinen Millimeter zur Seite. Aber auch ein Versuch an ihm vorbeizukommen war zwecklos. „Ich hab die Nase voll von deinen Lügen! Und ich bin sauer. Also lass mich jetzt vorbei oder ich schreie!“ drohte sie ihm. Er reagierte darauf nicht. Sagte nur in einem leisen, kalten Ton: „Steig ins Auto, ich fahr dich nach Hause.“ Chiara schüttelte den Kopf. Wütend schaute sie ihn an, dann öffnete sie den Mund und wollte schreien.

      Jedoch kam kein Laut über ihre Lippen. Für einen Moment wusste sie nicht was passiert war, dann aber spürte sie einen kühlen Luftzug. So schnell konnte sie gar nicht reagieren, deshalb begriff sie auch erst was passierte, als es zu spät war. Justin hatte ihr die Hand vor den Mund gehalten, sie gleichzeitig gepackt und mit einer Geschwindigkeit, die für das normale Auge nicht zu erfassen war, zur Limousine getragen und sie hineingesetzt. Er schloss die Tür, stieg ein und fuhr los.

      Chiara brauchte einen Moment um das alles zu realisieren. Dann aber griff sie zur Tür, wollte diese öffnen, aus der Limousine aussteigen, doch sie ließ sich nicht öffnen. Auch die andere Seite war verschlossen. „Justin lass mich sofort raus,“ rief sie. Aber er ignorierte sie. Betätigte einen der Hebel und verhinderte so, dass irgendein Geräusch von hinten, zum Fahrer drang. Zumindest für menschliche Ohren. Doch er war ja keiner. Und konnte so trotzdem immer noch hören, das sie fluchte und raus wollte.

      Sie hatten die Stadt endlich hinter sich gelassen und in weniger als einer Stunde würden sie zu Hause sein. Für eine Weile hatte sich Chiara wirklich ruhig verhalten, doch nun hörte er ein Geräusch, das ihm überhaupt nicht gefiel. Er hörte wie die Scheibe geöffnet wurde und schaute in den Außenspiegel. Erst geschah gar nichts. Dann aber erkannte er, das Chiara sich heraus beugte. Versuchte, während der Fahrt, und er fuhr nicht gerade langsam, auszusteigen – durchs Fenster! >>Das darf doch nicht wahr sein. Ist sie verrückt geworden?<< Würde Chiara bei dieser Geschwindigkeit springen, würde sie sich garantiert verletzten. Und sehr wahrscheinlich die nächsten Wochen im Krankenhaus verbringen.

      Er kurbelte das Fenster hinunter und rief: „Hör auf damit, Chiara.“ Sie schaute ihn kurz an, drehte dann den Kopf beleidigt zur Seite und tat das, womit er nicht gerechnet hätte. Sie sprang tatsächlich. >>Sie ist Wahnsinnig!<< Justin trat auf die Bremse. Doch die Limousine würde nicht schnell genug zum stehen kommen. Also musste er wohl oder übel eine geschrottete Limousine in kauf nehmen. Aber das war egal. Er durfte nicht zulassen, das sich Chiara schwer verletzte. Also schnallte er sich ab, öffnete die Tür und rannte hinaus, die Limousine fuhr weiter auf die Bäume zu. Er rannte an Chiara vorbei, fing sie auf, bevor sie auf den Boden aufschlagen konnte und hielt sie fest. Sekunden später kam er zum stehen, Chiara fest in den Armen halten.

      Und dann kam der Knall. Er war Ohrenbetäubend. Mehrere Bäume wurden aus ihren Wurzeln gerissen, bis die Limousine zum stehen kam. Benutzen konnte man diese mit Sicherheit nicht mehr. Chiara öffnete ihre Augen, die sie beim Sprung zusammengekniffen hatte und als sie sah, das Justin sie fest hielt und sie böse anstarrte. Verhielt sie sich für einen Moment still. Der Schock, was mit dem Auto passiert war, saß noch in ihren Knochen. Dann aber strampelte sie mit den Beinen und sagte: „Lass mich auf der Stelle runter!“ Justin zuckte mit den Schulten, und ließ Chiara los. Unsanft landete diese auf ihrem Po.
      Sie war wütend, und funkelte ihn böse an.
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    6. #126
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      *und hier gibts den nächsten Teil*
      :enjoy *Kiba Tee schlürf*



      - 52 -

      Mittlerweile war es dunkel geworden und vereinzelt waren Sterne am Himmel zu erkennen. Aber dafür hatte Chiara keinen Blick. „Ich hab dir gesagt du sollst mich loslassen!“ schrie sie und versuchte sich aus Justins griff zu befreien. Sie griff in seine Jacke, zerrte daran, doch sein Griff lockerte sich kein bisschen.
      „Jetzt halt doch endlich mal den Mund. Du schreist den ganzen Wald zusammen. Und wenn du noch lauter wirst, wirst du die ganze Stadt aufwecken,“ knurrte er wütend. Langsam hatte er es aber satt. Und seine Jacke war teuer gewesen. Doch das schien ihr egal zu sein. Aber er gab nicht nach.

      Erst waren sie eine Weile schweigend gelaufen. Justin vor Chiara, doch er hatte sie immer im Auge behalten. Aber irgendwann war es ihm zu viel geworden. Sie lief mit Absicht langsam, ließ sich Zeit. Normalerweise war es für ihn kein Problem, doch ausgerechnet heute, machte sie so einen Stress, dabei hatte er versprochen mit Nelly auf die Jagd zu gehen. Doch das konnte er sich jetzt abschminken. Und dann hatte er sie kurzerhand gepackt, über seine Schulter geworfen und sie getragen. Es war nicht gerannt, aber er lief schnell, schneller als ein normaler Mensch.

      Als sie schließlich vor dem Haus ankamen, wartete bereits Nelly vor der offenen Tür auf sie. Sie hatte das Geschrei schon von weitem gehört und war nach draußen gekommen. Als sie sah das Justin sich Chiara über die Schulter geworfen hatte hob sie fragend eine Augenbraue. Um dann, als sie in Hörweite waren zu fragen: „Wart ihr nicht mit der Limousine unterwegs?“ Justin schaute sie mit einem Blick an, der sie verstummen ließ. Sie trat zur Seite und ließ die beiden herein. „Lass mich endlich runter!“ Justin ignorierte sie, ging ins Wohnzimmer und lies sie auf die Couch fallen.
      Nelly beobachtete das Ganze vom Flur aus.

      Nachdem Chiara sich aufgesetzt hatte fragte Justin sie wütend: „Warum stellst du solche Fragen?“
      „Weil ich das Recht habe. Und ich habe das Recht auf Antworten, und auf die Wahrheit.“
      „Warum kannst du es nicht einfach dabei belassen?“
      „Warum kannst nicht aufhören mich wie ein kleines Kind zu behandeln? Ich bin zweiundzwanzig.“
      Nelly trat ins Wohnzimmer und wollte etwas sagen, doch Justin hob die Hand. „Halt du dich da raus!“ Nelly hob abwehrend die Hände. „Ich bin in der Küche.“ Damit drehte sie sich und ließ die beiden allein.

      „Sag mir endlich die Wahrheit!“
      „Chiara bitte. Ich will doch nur dass...“
      „Ich hab dir gesagt du sollst aufhören mich wie ein kleines Kind zu behandeln.“
      „Aber es ist doch nur zu deinem besten.“
      „Ach und das willst du wissen? So gut willst du mich kennen? Ich kann wohl selbst entscheiden was gut für mich ist, oder?“ Chiara war aufgestanden und stand nun ganz dicht bei Justin.

      Für einen Moment herrsche Stille. Totenstille. Eine Stecknadel könnte fallen und man hätte es im ganze Haus gehört. Schließlich seufzte Justin. Er hatte keine Lust noch weiter zu streiten, also gab er nach. „Also gut, ich erzähl dir, was du damals im Wald noch gesagt hast.“ Chiara verschränkte erneut ihre Arme vor der Brust und sah ihn erwartungsvoll an.
      „Du hast gesagt das der Nebel unnatürlich ist, dass es ein Werk der Lichtwesen ist, und dass sie hinter etwas hinterher sind. Hinter jemanden, hinter dir. Sie wollen dich.“
      „Ach und das konntest du mir nicht sagen weil?“ fragte sie auffordernd.
      „Hätte ich dir etwa sagen sollen, das sie hinter dir her sind?“
      „Ja, das hättest du! Verdammt noch mal das ist mein Leben! Ich habe alles Recht der Welt selbst darüber zu bestimmen! Und weder du, noch sonst irgendjemand hat das Recht dazu!“

      Justin schüttelte den Kopf, gab darauf aber keine Antwort.
      „So und jetzt will ich wissen was in der Nacht, in der ich angeblich aus dem Bett gefallen bin, wirklich passiert ist. Und sag mir nicht, Mala hat damit nichts zu tun. Ich weiß dass das nicht stimmt.“

      „Chiara... Ich glaube wirklich das es besser ist wenn...“ begann Nelly. Sie drehte sich zu ihr um, hatte gar nicht mitbekommen wie sie wieder ins Wohnzimmer kam. Jetzt reichte es Chiara aber. Wütend lief sie im Zimmer auf und ab. „Das ist nicht euer ernst...“ plötzlich veränderte sich ihre Stimme. Sie wurde schärfer und wütender, viel zu wütend.
      Zwielicht

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    7. #127
      Koukoku
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      Standard AW: twilight

      Das ist wirklich gut. Und das hast du alles selber geschrieben? Das könnt ich nie. Wirklich schöne Geschichte. ^^

    8. #128
      Koukoku
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      Standard AW: Zwielicht

      dankeschön, sie ist aber noch nicht fertig, wenn ich heute nachmittag die zeit finde, stell ich endlich des nächste kapi on =)

      :enjoy *Kiba-Tee schlürf*
      Zwielicht

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    9. #129
      Koukoku
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      Standard AW: Zwielicht

      *endlich hab ich die Zeit gefunden und bin mal wieder on- und hier stell ich auch gleich das nächste kapi on*
      :enjoy *KiBa Tee schlürf*


      - 53 -

      Die Feuerrose spürte eine Druckwelle. Sie ging durch ihren gesamten Körper. Für einen Moment ging sie in die Knie. Hielt sich die eine Hand am Bauch, die andere hatte sie auf ihre Stirn gepresst. Dann lächelte sie, öffnete ihre Augen. Ihre Augen, die in der Farben des Feuers leuchteten. Sie richtete sich auf und sie lächelte. Darauf hatte sie gewartet. So lange Zeit musste sie warten. Und nun war es endlich soweit. Das was sie hielt, der Bann der über jede Feuerrose bei ihrer Geburt gesprochen wurde, war gebrochen.


      Justin und Nelly sahen sich fragend an. Beobachteten, wie sich Chiara langsam zu ihnen umdrehte. Etwas stimme nicht. Etwas stimmte ganz und gar nicht mit ihr. „Chiara?“ fragte Justin, doch er blieb wo er wahr. Chiara, die ihre Augen geschlossen hatte öffnete diese. Und in ihnen war nichts mehr von diesem samten Braunton. Ihre Augen leuchteten in den Farben des Feuers.
      „Justin...“ Nellys Stimme war leise. Er schaute zu seiner Schwester. Diese zitterte am ganzen Körper. Aber kalt konnte ihr nicht sein. Vampire kannten keine Kälte. Er fasste sie an und merkte, das sie glühend heiß war. Schützend legte er seine Arme um sie und zog sie an sich.

      „Chiara hör auf damit! Oder willst du Nelly umbringen?“ rief er. Doch sie reagierte nicht. >>Verdammt! Warum passiert das ausgerechnet jetzt? Warum setzt sie ausgerechnet jetzt ihre Kräfte ein? Nur von dem Streit kann das nicht kommen. Da muss doch noch etwas anderes dahinter stecken. Was also bringt sie dazu ausgerechnet jetzt soviel ihrer Kraft frei zusetzten?<< Weiter Gedanken daran blieben ihm verwehrt. Er musste einem Stuhl ausweichen, der nur wenige Zentimeter von ihm entfernt gegen die Wand flog und splitternd zerbrach.


      „Chiara hör gefälligst auf damit! Sofort! Wenn du nicht aufhörst bringst du uns alle um.“ Doch seine Worte blieben ungehört. Die Fenster im Wohnzimmer zersprangen und die Glassplitter verteilten sich. Sowohl im Zimmer als auch nach draußen. >>Ich muss Nelly hier raus bringen. Und zwar schnell!<< Er musste Nelly festhalten, denn sie war bereits nicht mehr bei Bewusstsein. Und auch er spürte allmählich die Hitze. Die Hitze, die er am Anfang in ihrer Nähe auch gespürt ihm aber nichts ausgemacht hatte. Doch jetzt, tat genau diese Wärme, diese Hitze auch ihm weh. Wie lange konnte er das noch aushalten?


      Den schönen großen Flachbildfernseher gab es bereits nicht mehr. Er war durch die ernorme Hitze geschmolzen. Und auch das Sofa würde nicht mehr zu gebrauchen sein. Und Chiara, sie stand immer noch da, umgeben von dieser Kraft und unternahm nichts um dies zu verhindern. „Chiara ich bitte dich, komm zur Vernunft.“ Doch es geschah nichts. Ihm blieb also keine Wahl als erstmal hier raus zu kommen. Er musste Nelly von hier fort bringen, und zwar schnell. Und der einzige Weg der ihn schnell nach draußen brachte, war der durch den Garten, dicht vorbei an Chiara.


      „Chiara...“ Justin kam ganz langsam näher, drückte seine Schwester noch fester an sich. „Ich will dir nichts tun, ich will Nelly nur hier raus bringen,“ sprach er langsam. Er sah wie sie ihm mit dem Blick zwar folgte, aber keine Anstalt machte ihn aufzuhalten. Als er draußen blieb sein Blick noch einen Moment an Chiara hängen, dann drehte er sich um und...... er stutzte.
      Außerhalb des Anwesens, standen sowohl sein Bruder Markus als auch noch ein paar andere Vampire. Doch sie kamen nicht näher, riefen im zu er solle sich beeilen. Er wusste zwar nicht was los war, doch er nickte. Und er rannte los.


      Kaum hatte er das Anwesen verlassen, spürte er die Hitze kaum noch. Markus und ein weiter Vampir traten zu ihm. „Sasa, bring Nelly zu Vater und kühl sie, sie braucht viel Kälte, schnell!“ Der Vampir, der etwa genauso groß war wie Markus hatte seine langen Haare zu einen Zopf zusammengebunden. Er nickte, nahm Nelly in die Arme und rannte mit ihr los.


      Gleichzeitig drehten sich die beiden und auch die anderen Vampire dem Anwesend zu. Die Hitze wurde unerträglich, man konnte sie sogar bis hierhin spüren, und dann wurde sie kälter. Aber immer noch war die Wärme zu spüren, auf ihrer Haut und in der Luft. Vorsichtig trat Justin näher, streckte eine Hand aus, zur Grenze des Anwesens, doch er kam nicht drüber. Er und sein Bruder sahen sich einen Moment fragend an. Dann sprach dieser: „Sie hat wirklich erstaunliche Kräfte. Sie hat es geschafft eine Barriere, nur mit ihrer Wärme um das gesamte Anwesen zu legen. Ich fürchte da kommen wir nicht rein. Auch du nicht, Justin!“
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    10. #130
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      Standard AW: Zwielicht

      so, endlich hab ich mal die Zeit um ein neues Kapi on zu stellen *G*
      :enjoy *Erdbeertee schlürf*

      - 54 -

      >>Du hast mich freigelassen. Durch dich ist der Bann gebrochen. Jetzt gehört meine Kraft dir. Nun musst du sie auch beherrschen, sonst wird sie dich vernichten, Chiara.<<


      Die ganze Kraft der Feuerrose stürmte auf Chiara ein. Warm... Wärmer... immer und immer Wärmer wurde ihr. Diese Kraft, die sie plötzlich in sich fühlte, sie war so mächtig, das Chiara das Gefühl hatte von ihr erdrückt zu werden. Sie spürte wie sich ihr Körper umdrehte und sie sah Justin, und Nelly. Das Bild verblasste und für einen Moment sah sie nichts als Dunkelheit vor ihren Augen. Doch sie kämpfte dagegen an. Und dann, als sie wieder Farben erkennen konnte, sah sie wie Justin seine Schwester schützend fest hielt. Er bewegte seine Lippen. Schien etwas zu sagen. Schien mit ihr zu sprechen. Aber sie verstand ihn nicht. Kein einziges Wort hörte sie. Wieso? Was war los mit ihr? Sie öffnete ihren Mund und wollte etwas sagen, doch kein Wort kam über ihre Lippen.


      Sie streckte ihre Hände nach Justin aus und wollte auf ihn zugehen, doch ihr Körper reagierte nicht. Auf keine ihrer Bewegungen. „Was ist los mit mir? Warum reagiert mein Körper nicht?“ Sie bewegte ihre Lippen, sie stellte die Frage, wusste dass sie sie ausgesprochen hatte, doch niemand hörte es. Nicht einmal sie selbst. Was hatte das zu bedeuten? Wieder verzerrte sich das Bild vor ihren Augen und dann herrschte Dunkelheit....



      „Sie hat es also endlich geschafft ihre Kräfte frei zusetzten...“ Nicht weit vom Haus entfernt in dem Chiara vor wenigen Augenblicken ihre Kräfte freigesetzt hatte, stand ein Mann und beobachtete das ganze Geschehen. Obwohl er ein weißes Gewand trug, verdeckte die Dunkelheit und der Schutz der Bäume, ihn. Er kniete auf einem der Äste und beobachtete schweigend. Er sah wie immer mehr Vampire zum Anwesend kamen. Doch keiner von ihnen konnte über die Grenze. Keiner konnte die Grenze überqueren. Eine weitere Gestalt tauchte auf. „Paul, hier steckst du. Ich hab dich überall gesucht. Der Rat will wissen, wie weit du.....,“ doch er brach mitten im Satz ab, als er sah, was dort unten vor sich ging. Für einen Moment schaute er schweigend und fasziniert zu. „Ist es das wonach es aussieht?“ Lares blickte Paul von der Seite her an. Er antwortete nicht, schien völlig auf eine andere Sache konzentriert zu sein. Er folgte seinem Blick und sah es ebenfalls. Justin verließ das Anwesend, einen Vampir auf dem Arm halten. Dann kam ein andere Vampir, nahm das Mädchen an sich und brachte es weg. Und Justin, der Beschützer der Feuerrose wollte zurück, das Anwesen wieder betreten, doch er konnte es nicht.


      Über Pauls Gesicht huschte ein Lächeln, als er sah, wie sich die Aura der Feuerrose ausbreitete und sich wie eine Art undurchdringliche Hülle um das Anwesen legte. Niemand konnte hinein. Selbst der Beschützer der Feuerrose war ausgeschlossen. Auch er hatte keinen Zugang mehr zur Feuerrose. Noch einen Moment beobachtete er das Schauspiel, dann drehte er sich zu Lares um. „Du kannst dem Rat ausrichten, dass ich mich jetzt um die Sache kümmern werde.“ Erstaunt schaute Lares ihn an. Nickte aber nur und zog sich dann, so lautlos wie er gekommen war auch wieder zurück, um dem Rat Bericht zu erstatten.
      Geändert von Soraya (29.06.2011 um 08:04 Uhr)
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