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    Fanfics & Geschichten Diskutiere über Mein Buch: >Dimension< in dem Wiki & Community Forum; Eine schöne Story....es ist nur sehr verwirrend an manchen stellen, aber ich werde aufjeden fall weiter lesen....

    1. #11
      Koukoku
      Im AFB lesen.
       
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      Standard AW: Mein Buch: >Dimension<

      Eine schöne Story....es ist nur sehr verwirrend an manchen stellen, aber ich werde aufjeden fall weiter lesen.

    2. #12
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      Standard AW: Mein Buch: >Dimension<

      Vom Inhalt her, wirkt das ganze bisher recht ordentlich, obwohl du dir mit einer futuristischen Welt ganz schön viel vor genommen hast. In solchen Geschichten ist die Authentizität der Welt ein ausschlaggebender Faktor, daher solltetst du dir viel Zeit und auch Textpassagen nehmen, um sie zu beschreiben und zu erklären.

      Wie die beiden Storystränge zusammengeführt werden, interessiert mich ebenfalls stark und daher werde ich deine Geschichte sicherlich weiter verfolgen.

      An deinem Schreibstil musst du jedoch noch arbeiten. Ich sehe momentan folgende "Probleme":

      -Du schreibst eine Geschichte, also einen erzählenden Text, es sieht jedoch eher so aus, als würdest du ein Drama schreiben (Die Literaturgattung, nicht das Genre!!). Was ich damit sagen will, ist das der erzählende Part viel zu kurz kommt. Es ist nämlich nicht damit getan, einmal kurz das Aussehen jedes Charakters zu beschreiben. Wichtig sind auch Beschreibungen des Ortes, der Handlung, der Gefühle usw. Im Prolog hast du sehr wohl gezeigt, dass du das kannst, daher solltest du, wenn es auch manchmal schwer fällt (kenn ich selbst), mehr Beschreibungen einfügen. Außerdem darfst du nicht vergessen, Verbindungswörter wie "Deshalb, dann, als, obwohl, trotzdem, daraufhin, usw." einzufügen, damit dein Text flüssiger zu lesen ist.

      -Deine Dialoge gefallen mir bisher am besten, stellen aber meiner Meinung nach auch das größte Problem dar. Sie sind quasi in einem Roh-Zustand und müssen noch bearbeitet werden.
      Ich bin nicht der erste der dir das sagt, aber sie sind, so wie sie jetzt sind, einfach zu unübersichtlich. Grade wenn die Charaktere immer nur kurze Sätze oder einzelne Wörter sagen, verliert man schnell den Faden und muss dann den ganzen Abschnitt nochmal lesen. Besonders schwierig wird es, wenn du kurz einschiebst, dass einer der beiden eine Bewegung gemacht hat und der darauffolgende Satz, dann so formoliert ist, dass ihn beide gesagt haben könnten.
      Die Namen hinter die einzelnen Sätze zu schreiben, war keine gute Idee, denn so ein abgehacktes Wort, lässt den Leser stocken und bringt ihn aus dem Lesefluss. Die Folge daraus ist, dass das Gespräch an Tempo verliert und das Tempo ist ja gerade dass, was die Dialoge zwischen Konstantin und Kira ausmacht. Ich verlange nicht von dir, dass du hinter jeder Wörtlichen Rede ein "sagte er" oder "sagte sie" setzt, aber du würdest deinen Lesern einen Gefallen tun, wenn du öfters Mal erwähnst, wer gerade was gesagt hat. Dafür gibt es ja auch nicht nur eine Methode. ("Stellte sie fest" "wollte er wissen" "hauchte Kira mit vor Sarkasmus triefender Stimme") Alternativ kann man auch Gesichtsausdruck oder die auf das Gesagte folgende Handlung bzw. Bewegung in den selben Absatz schreiben. Wenn du das dann geschickt einfügst, geht auch das Tempo nicht verloren.

      Meine Kritik hat nichts damit zu tun, dass ich dich in deiner Künstlerischen Freiheit beschränken will, allerdings hat das auch herzlich wenig damit zu tun, dem Leser Steine vor die Füße zu legen.
      Auch ist es von Vorteil, wenn du der Fantasie des Lesers einen Anstoß gibst, wenn man als Leser anfängt sich die Geschenisse bildhaft vorstellt, dann ist die Geschichte echt prima geschrieben, aber dafür braucht der Leser auch etwas woran er sich orientieren kann, also gib ihm etwas :)

      Jetzt habe ich schon wieder viel zu viel geschrieben ^^" Aber ich hoffe trotzdem, dass du es ernst nimmst und zumindestens teilweise etwas davon umsetzt. Ich werd mal schauen, wie sich die Geschichte entwickelt und freu mich schon auf deine Fortsetzung.

      lg
      ~ El Psy Congroo ~

    3. Diese User danken dir Lerrachim für deinen hilfreichen Post:

      Dissi (08.06.2009)

    4. #13
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      Standard AW: Mein Buch: >Dimension<

      sry, dass ich jetzt erst antworte Lerrachim^^
      Aber danke für die tolle Kritik und die überaus nützlichen Tipps^^.
      Hab Kap.1 kurzerhand zur Rohfassung erklärt und werde in dem nächsten Monat Kap.2 fertig schreiben und Kap1 von der Rohfassung in die Fertige heben^^.
      Aber eine Frage hab ich schon noch: Seid ihr überhaupt an Kaptitel 2 interessiert? Hab nämlich schon angefangen, aber es dauert noch 'n bisschen, bis ich genug hab um's rein zu stellen^^.
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    5. #14
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      Standard AW: Mein Buch: >Dimension<

      Also wie gesagt, ich freu mich auf deine Fortsetzung :)

      Verliere bloß nicht gleich am Anfang deinen Elan! Die ersten Kapis sind wirklich schwierig, aber wenn man dann erstmal ein bisschen was geschafft hat, die Charas einem ans Herz gewachsen sind und man viel Zeit in seine Geschichte investiert hat, dann will man auf jeden Fall weiter machen und das mehr für sich selbst, als für die anderen.

      Wenn du dein erstes Kapi überarbeitet hast, kannst mir gerne bescheid sagen ^^
      ~ El Psy Congroo ~

    6. #15
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      Standard AW: Mein Buch: >Dimension<

      So. Teil eins Kap1(Endfassung).
      Viel Spass beim lesen!^^
      [ich hoffe es war nicht zu viel des guten^^]
      Achtung Spoiler:

      Kapitel:1(vers.2) >Idee<



      „Höhle?“ Sie sah ihn fragend an.
      „Ja.“
      „Welche denn?“
      „Na die da oben in der Felswand“
      „Wo denn?“
      „Man kann sie von hier aus nicht sehen, der Baum verdeckt sie“
      „Hmm.“
      „Aber von meinem Zimmer aus kann ich sie manchmal sehen.“
      „Wo glaubst du, führt sie hin?“
      „Weiß nicht. Vielleicht kommt sie am Felsvorsprung wieder heraus.“
      „Kann man sie von der Eiche aus erreichen?“
      „Bestimmt.“
      „Jetzt will ich noch doller da hoch!“
      „Übernimm dich nicht.“
      Kira sah zu der riesigen Eiche herauf und meinte gedankenverloren: „Ich pass schon auf.“
      „Warst du schon mal auf dem Felsen?“
      „Nein. Hab immer davon geträumt dort oben zu sein.“ Ihr Blick schweifte in den Himmel ab.
      „Oh, es wird schon dunkel, ich muss nach Hause, meine Mutter macht sich bestimmt schon Sorgen.“
      „Jaah, stimmt. Komm lass uns gehen.“
      Sie wandten sich von der alten Eiche ab und machten sich, durch den Wald, der das Dorf, in dem sie wohnten, fast komplett umgab, auf den Weg nach Hause. Sie sprangen über das „großes Rinnsal“, so hatten sie den Bach genannt, der direkt vor dem Zaun vorbei floss und eher ein Rinnsal war, als ein Bach, welcher quasi das Grundstück von Kira’s Elternhaus markierte und ein kleines Stück Wald mit eingrenzte. Der alte Maschendrahtzaun war verrostet und das kleine Tor stand immer offen. Hier gab es keine Verbrecher, es war nur ein kleines Dörfchen.
      Sie gingen durch das alte Tor und die letzten Bäume hinaus in das Licht der untergehenden Sonne auf den frisch gemähten Rasen hinter Kira’s Haus.
      „Wie romantisch, so ein schöner Sonnenuntergang!“
      Die Sonne stand sehr tief am Himmel und tauchte alles in ihr orangefarbenes Licht.
      „Ja.“
      „Kommst du noch kurz mit rein?“
      „Hmm … okay“
      Sie gingen zum Seiteneingang des Hauses und betraten es.
      „MAMA!!!!!!!!!!! Bin zurüüühüück!!!!!“, rief Kira laut genug, dass Konstantin zusammen zuckte.
      Irgendwo aus dem oberen Stockwerk antwortete ihr Mutter, Marie, eine gut aussehende Frau in den Vierzigern: „Jaaaa, beeil dich, das Essen steht schon auf dem Tisch!“
      „Gut !! Hab den Konstantin mitgebracht!!“
      „Oh, hallo Konstantin!“
      Da bemerkte er Kira’s Vater, Matthias, neben sich, der rief: „Hört auf zu schreien!! Das könnt ihr alles gleich noch am Esstisch bereden!!!!“
      „Nein!!“, schallte es von oben, gefolgt von einem kichern.
      „Hallo Konstantin, immer so laut die Frauen heutzutage ….“, sagte Matthias theatralisch den Kopf schüttelnd. Konstantin grinste.
      „Haaaai, Matti-Pappi!!!“, rief Kira erfreut, die nun auch ihren Vater bemerkt hatte.
      Sie umarmte ihren Vater, dieser tat als bekäme er keine Luft mehr. Als sie ihn dann losließ meinte er mit unverhohlenem grinsen:„Jetzt aber hoch mit dir! Bevor das Essen kalt wird“
      „Ja, Papi.“
      Sie gingen die Treppe hoch in den zweiten Stock durch den Flur und dann in das Esszimmer wo Marie leise vor sich hin summend den Tisch deckte, auf dem dampfendes Essen stand.
      „Hallo mein Kind!“ sagte sie und umarmte Kira.
      „Hallo, Konstantin“
      „Ähm, hallo.“ Sie umarmte auch ihn, das machte sie fast immer.
      „Jetzt lass den armen Jungen los, der hat bestimmt einen riesigen Hunger.“
      „Komm setz dich neben mich!“, sagte Kira und wies mit der Hand auf den leeren Stuhl neben ihr.
      Er setzte sich neben sie. „Sitze ich nicht immer hier?“
      „Schon, aber Heute sitzt du hier!!“
      „Das ergibt keinen Sinn“
      „Hört auf zu streiten ihr zwei!!“, warf Matthias belustigt ein.
      „Wir streiten nicht, wir disputieren!“
      „Diskutieren.“,wurde sie von Konstantin korrigiert.
      „Ist doch Beides das Gleiche!“, die bereits mit vollem Mund sprach.
      Die beiden „Männer“ schüttelten den Kopf und begannen schweigend zu essen.

      „Wo sie wohl hinführt?“
      Kira sah gedankenverloren aus dem Fenster des fahrenden Busses. Konstantin saß neben ihr und sah sie an.
      „Weiß nicht, wahrscheinlich kommt sie oben auf dem Fels wieder raus.“, antwortete er und schreckte sie damit auf.
      „Du hast mal wieder laut nachgedacht.“, beantwortete er ihren fragenden und überraschten Blick.
      „Oh, ..“
      Der Bus hielt an, einige Leute stiegen ein.
      „Da, … da ist er.“, sagte sie und wurde rot.
      Es war Jimmy. Ein großer blonder Junge mit braunen Augen und einer krummen Nase. Und nicht besonders gutausehend. Ganz anders als sie mit ihrem eher zierlichem, wohl geformten Körper, ihren tiefgrünen Augen, der schönen Stubsnase und ihren Haaren die in schier unendlichen Wellen ihre Schultern hinabflossen. Aber sie hatte sich in ihn verliebt. Unverständlich, an dem war doch nix toll. Sie musste sich ja auch ausgerechnet in einen Typen verknallen, der mit jeder rummacht die ihm über den Weg lief. Obendrein hatte er doch alle zwei Wochen eine neue Freundin.
      „Schlag dir den aus dem Kopf, das würde nur ein sehr kurzes Glück.“
      „Hi, Jimmy!!“
      „Hey, Kira! Moin, Konnie!“, letzteres sagte er auf eine herabwürdigende Art grinsend.
      „Morgen.“, Antwortete er kühl.
      Er sah sie an, sie war ganz rot geworden.
      „Stimmt was nicht?“, frage Jimmy und setzte einen besorgten Gesichtsausdruck auf.
      „Nein, mit ihr ist alles in Ordnung.“, meinte Konstantin und signalisierte ihm damit sich zu verziehen.
      „Okay…“, erwiederte Jimmy, sah die Beiden noch kurz an und ging dann weiter.
      Der Bus war schon wieder losgefahren und bog gerade ab. Kira lehnte sich wieder ans Fenster und starrte verträumt hinaus zur vorbeiziehenden Landschaft. So lief das fast jeden Morgen, seit sie sich in ihn verliebt hatte.
      Kira und Konstantin wohnten im selben Ort, Jimmy wohnte nur eine Ortschaft weiter. Zur Schule waren es ungefähr 20 Minuten mit dem Bus.
      Es war keine kleine Schule, sondern eine echt riesige Schule, ein Gymnasium. Die Schule hatte 5 Gebäude und Konstantins Meinung nach viel zu viele Schüler. Sie war keine Spitzen-Schülerin, sondern eher im Dreierbereich angesiedelt, was daher kam, dass sie im Unterricht oft abwesend war und aus dem Fenster starrte. Dabei war sie eigentlich intelligent und hatte in ein paar Fächern immer eine Eins oder eine Zwei. Biologie und Kunst. Seine guten Noten waren immer in Mathe und Physik.

      Sie gingen gemeinsam in einträchtigem Schweigen vom Buss-Bahnhof zur Schule, als sie sagte: „Du, Konsti.“
      „Mmh?“
      „Findest du der Jimmy passt zu mir?“
      „Nein.“
      „Negativ oder positiv?“
      „Positiv für dich, negativ für ihn.“
      „Der ist aber voll der Traumtyp!!“
      „Aber zuviel „Traumtyp“ ist auch nicht gut.“
      „Da hast du vielleicht Recht.“
      „Wie bitte?!? Ich hab Recht?!? …… wie kommt’s?" Er sah sie verwirrt an.
      „Ich finde auch, dass ich mich mehr um ihn bemühen sollte!“
      „Du hörst mir gar net zu, oder?“
      „Genau so mach ich’s!!“
      „Was machst du?“
      „Ich werde zu ihm gehen und ihn fragen ob er mit mir in den Wald gehen möchte!“
      Sie liebte den Wald.
      „Ich bin mir net so sicher ob er der richtige Typ für so etwas ist.“
      „Hmm..“
      „Du verschreckst ihn damit vielleicht nur.“
      „Dich hab ich doch damit auch nicht verschreckt.“
      „Aber all die anderen schon.“
      „Stimmt.“
      „Aber so würde sich herausstellen, aus welchem Holz er geschnitzt ist…“, sagte leicht entnervt.
      „Sehr treffende Formulierung.“
      Und so kam es, dass Jimmy nach kurzem Überreden noch am selben Tag einwilligte mit zu kommen. Nach der Schule fuhren sie also in das kleine Dorf im Wald. Wallenfells* hieß es. Ein kleines Dorf mit knapp 500 Einwohnern. Konstantin machte sich mit einem schlechten Gewissen unter dem Vorwand davon, dass er noch lernen müsse.

      ---

      Blut spritzte an die Wand, ein leises Röcheln war zu hören, als das Leben aus seinem Körper wich. Er schob sein Schwert zurück in die Scheide. Das war das Dumme an den Magiern, so nannte man die Leute, die es sich leisten konnten ihren Körper zu modifizierten, jedes Mal wenn man sie tötete tauchten sie nach ein, zwei Wochen in einem anderen Körper wieder auf, diesen Vorgang nannte man "resleeven", und versuchten dann Rache zu nehmen. Aber sie wussten nicht, dass er auch in diesem Sinne „magische“ Fähigkeiten besaß. Es war der einzige Grund warum er schon so lange als Attentäter der „Vogelfreien“ tätig war. Die meisten hielten nur 5-10 Jahre durch. Richtig Gute schafften auch mal 30 Jahre. Er übergoss die Leiche und die Blutspritzer mit einer ätzenden Flüssigkeit. Die Leiche würde in nur zwei Minuten gänzlich unkenntlich sein und in c.a. 20 min würde es sehr, sehr schwer werden die DNA herraus zu finden. Er trat zurück in die dunkle Gasse, in der er dem Magier aufgelauert hatte und verschmolz wieder mit dem Schatten.
      Er gehörte zu den Gegnern des Diktators, der sich fälschlicher Weise als „Regierung“ bezeichnete, und hatte damit als „Vogelfreier“ die gesamte Justiz gegen sich. Eigentlich hatten sie keine Chance gegen dieses gewaltige Imperium. Doch gab es eine Prophezeiung, die besagte, dass eine uralte Waffe von unvorstellbarer Stärke in einer anderen Dimension gefangen wäre und mit zwei Auserwählten, der eine trüge die Waffe, der andere würde verhindern, dass die Waffe, aufgrund eines eigenen Bewusstseins und der gegebenen Stärke, Besitz von dem Träger ergriff, erscheinen würde und den „Guten“ helfen würde die Endgültigkeit des Sieges davon zu tragen. Das gab den meisten Anhängern der „Vogelfreien“ den Ansporn weiter zu kämpfen b.z.w. überhaupt zu kämpfen, auch wenn beide Seiten dachten: „Die „Guten“ sind wohl wir.“
      Er zog die Maske ab, steckte die meisten Utensilien in eine Umhängetasche und ließ den Rest durch einen kurzen Zauber verschwinden. Jetzt war er nur noch ein etwas älterer, nicht allzu gut aussehender und relativ großer Mann mit kurzen, struppigen, grauen Haaren. Er war alles in allem sehr unauffällig, außer, dass er strahlende, dunkelblaue Augen hatte irritierte ein wenig. Er verließ die Gasse, wobei er mehr oder weniger absichtlich einen Passanten anrempelte, der ihn daraufhin anbrüllte und beleidigte. Er erwiderte scheinbar selbst schlecht gelaunt einige Beleidigungen und ging die Straße hinunter zu seinem Lieblingscafe, eines der wenigen Cafes, das kein voll-automatisches und computergesteuertes Bediensystem hatte. Er trat durch die Tür, setzte sich auf eine der mit dunkel rotem Leder bezogenen Bänke an einem freien Tisch des Retro-Style-Cafes und zog seine Jacke und seinen Rucksack aus.
      „Morgen, Chilèst. Lässt du dich also auch mal wieder blicken.“, begrüßte ihn Fatina, die gut aussehende Bedienung.
      „Freut mich auch dich zu sehen, Fatina. War grad um die Ecke und dachte mir: „Schaust du mal wieder bei Tschingel’s rein“.“
      „Na dann, was darf ’s denn sein?“
      „Das Special und einen Diamont-Scream, bitte.“
      „Aaah. Leben wir wieder gefährlich?“
      Sie grinste ihn an, schrieb die Bestellung auf und ging in Richtung Küche, in der ein echter Koch aus Fleisch und Blut stand und Gerichte zubereitete, man konnte sagen, dass das relativ selten war. Er sah sich im Cafe um. Es war fast leer.

      Ein paar Minuten später kam Fatina mit zwei Tellern und zwei Getränken wieder und lud sie auf dem Tisch ab. Er sah sie fragend an.
      „Ich mache eine aktive Mittagspause.“, antwortete sie ihm auf seinen Blick.
      „Aha?“
      „Ja.“
      Sie stellte ihm sein Mittagessen hin und setzte sich gegenüber von ihm auf die gepolsterte Bank. Sie zog den anderen Teller zu sich und begann zu essen. Er tat es ihr gleich.
      „Wo willst du diesmal hin?“, fragte sie na ein paar Minuten des einträchtigen Schweigens plötzlich.
      „Wer sagt denn, dass ich weg will?“
      Sie schluckte ihren Bissen hinunter und sagte dann: „Niemand, aber jedes Mal, wenn du in letzter Zeit hier vorbei gekommen bist wolltest du weiter weg…“
      „Nein, ich bleibe noch bis morgen in der Stadt.“
      „Aha…“
      „Warum ist eigentlich so wenig los?
      „Monats-Markt in der City.“
      „Ach, ja, stimmt ja.“
      „Ich hasse immer dieses Gedränge und die vielen Menschen auf einem Haufen.“
      „Ich auch.“, sagte er zustimmend.
      Dann aßen sie wieder eine Weile schweigend vor sich hin. Fatina betrachtete ihn mit einem nachdenklichen Blick.
      „Mmh?“ Er sah sie fragend an.
      „Wie alt bist du eigentlich?“
      „Wie alt seh’ ich denn aus?“
      „So um die 50. … Ich weiß aber dass du älter bist, viel älter. So 80, 90 würd ich sagen.“
      „Wow, bin ich so leicht zu durchschauen?“
      „Du bist älter, oder?“, sagte Fatina, die ihn mehr zu durchschauen schien, als er erwartet hätte.
      „Ja.“, sagte dieser leicht überrascht.
      „Wie alt genau?“
      „Viel zu alt.“
      „Jetzt sag schon!“
      „Als ich noch in deinem Alter war…. Warte, lass mich überlegen….“, sagte er mit gerunzelter Stirn.
      Sie sah ihn erwartungsvoll und gleichzeitig ein bisschen überrascht an. Er fuhr fort.
      „Hatten wir noch eine Demokratie. Ich war 23Jahre alt, als der Umschwung begann.“, sagte er schließlich mit einem verschmitzten lächeln.
      „Heilige Scheiße, du könntest mein Ururgroßvater sein!“
      „Könnte ich, ja.“
      „Bist du es?“, fragte Fatina, die ihren humor wohl nie verlieren würde.
      „Nein, ich denke nicht.“
      „Du meine Güte. Aber das würde ja heißen, dass du ..“
      „Dass ich um die 150 Jahre alt bin, ja.“
      „Wie oft?“
      „Was?“
      „Wie oft hast du dich resleevt?“
      „Über 20 mal.“
      „Hey, Alter, du machst mir Angst.“
      „Du wolltest es ja wissen.“
      „Ja, wollte ich. … Also den schock muss ich erst einmal verdauen. … Moment ich hol mir noch was zu essen“
      Er lachte laut los. Sie stand auf und ging Richtung Küche.
      „Typisch Fatina. Immer am essen.“

      ---

      Kritik ist erwünscht, wie immer.^^
      Geändert von Dissi (23.06.2009 um 22:21 Uhr)
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    7. #16
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      Standard AW: Mein Buch: >Dimension<

      Habe mir nun endlich deine überarbeitete Version durchgelesen und will mal eben mein Lob aussprechen^^
      Es gibt zwar immer noch Kleinigkeiten, mal ein vergessenes Wort oder ähnliches, aber im großen und ganzen finde ich die neue Version viel besser und es ist jetzt auch wesentlich einfacher den Dialogen zu folgen. Ich freu mich auf mehr :D
      ~ El Psy Congroo ~

    8. #17
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      Reden AW: Mein Buch: >Dimension<

      So! ein Vöglein, oder wohl eher sasa55555, zwitscherte mir, ich möge doch bitte weiterschreiben, so tat ich wie mir geheißen und siehe da, es entstand Kapitel 2 >Anschlag<. xD
      Achtung Spoiler:
      Kapitel 2: >Anschlag<


      Konstantin rückte den schmalen Balken in die richtige Position und lehnte sich erschöpft zurück. Kira grinste ihn von der anderen Seite her an. Es war jetzt schon der vierte Steg, den sie befestigten. Sie war jetzt auf dem Ast, auf dem sie das erste Bumhäuschen bauen wollten.
      Das Holz hatten sie von dem Sägewerk, dessen Chef sichtlich froh gewesen war die verzogenen und verschnittenen Hölzer los zu werden. Kira ging strahlend und geschmeidig wie eine Katze über den soeben befestigten Balken, welcher aber immer noch wackelte und gerade so breit wie einer ihrer Füße war. Er sah ihr dabei kopfschüttelnd zu, lächelte und machte sich ebenfalls auf den Weg zum vorletzten Ast, wo sie ein kleines Plateau errichtet hatten, auf dem sie das Baumaterial gelagert hatten, um von dort Bretter zu hohlen, die sie auf die Balken legen wollten, die sie so eben angebracht hatten. Und so begannen sie ihren Traum, ein stabiles System von Stegen, Leitern, Plateus und Häuschen zwischen und auf die Äste der alten Eiche zu bauen. Irgendwann würden sie an der Spitze angelangt sein, das wussten Beide.
      Konstantin traute seinen Augen und Ohren nicht, als die Nachrichtenmoderatorin vor einem Bild, von etwas, was aussah, wie einige Gebäude einer Innenstadt, bei denen kurz zuvor ein riesen Inferno gewütet hatte, sagte: "Die Polizei meinte, dass es sich bei dieser Reihe von fatalen Explosionen in der Wiesbadener Innenstadt um einen Terror-Anschlag handelte. Es sind vorraussichtlich über 500 Menschen verletzt, wenn nicht sogar gestorben, bisher konnte die Feuerwehr über 100 Verletzte und über 40 Tote bergen. Wenn die Zahlen weiter steigen, handelt es sich hier vermutlich um den größten Anschlag, der bisher auf die deutsche Regierung unternommen wurde." Seit wann hatten es die Terroristen auf Deutschland abgesehen? Und warum?
      Die Moderatorin fuhr fort: "Anschläge dieser Art fanden in sämtlichen Mitteleuropäischen Ländern statt. Ziel waren immer wichtige Regierungsbeamte. Die Ploizei verstärkt bereits die Sicherheitskontrollen in sämtlichen Gebäuden der Regierung und an Flughäfen. Sogar die Bundeswehr wird in Bewegung versetzt um die Lage am Anschlagsort..." Die Nachrichtensprecherin unterbrach sich selbst und legte einen Finger an ihren Ohrstöpsel. Ihr Gesichtsausdruck verfinsterte sich und sie begann wieder zu sprechen: "Entschuldigen sie die kurze Unterbrechung, aber ich habe soeben die Meldung erhalten, dass im Hamburger Hafen ein Frachter steht, oder eher stand, bei dem vermulich mehr als 30 der geladenen 3000 Container randvoll mit Sprengstoff geladen waren und den Frachter In ein einen riesigen Haufen brennenden Metalls verwandelten. Der Tank des Frachters lief aus und der Treibstoff legte sich wie eine Haut über das Wasser des Havenbeckens, entzündete sich kurz darauf und beschädigte die umliegenden Schiffe schwer. Der am nähesten stehende Frachter fing ebenfalls Feuer, konnte aber gerettet werden. Die Ladung konnte größtenteils gerettet..."
      "Das ist ja schrecklich!", sagte seine Mutter entsetzt, "Warum fangen die denn jetzt an halb Deutschland in die Luft zu sprengen? Was haben WIR denn getan?"
      Die Nachrichtensprecherin zählte allerlei Daten über die Anschläge auf, der Schaden belief sich angeblich auf mehrere 10 mio Euro und es seinen vorraussichtlich 20 Menschen gestorben.
      "Ich glaube die wollen alle Verbündeten der USA zermürben.", sagte sein Vater.
      Es war Freitagabend und Konstantins Familie war gerade dabei gewesen sich auf die große Couch im Wohnzimmer zu setzen um einen Film zu gucken, während sein Vater schonmal die Nachrichten eingeschaltet hatte.Dann sagte die Nachrichtensprecherin: "Wir beginnen jetzt mit "Beverly Hills Cop" und werden in der nähsten Werbepause genauere Angaben über die zwei Anschläge bekannt geben. Mit freundlichen Grüßen, ihre Anette Braun."
      Konstantin hatte jetzt keine Lust mehr auf den Film, der in Folge der Eddie-Murphy-Woche ausgestrahlt wurde.
      "Warum ist denn da alles kaputt?", fragte seine kleine Schwester, ein 8-jähriger Quälgeist namens Nina.
      "Weil böse Menschen gerne viel kaputt machen.", antwortete seine Mutter und tätschelte ihr den Kopf.
      "Das versteh' ich nicht."
      "Ich auch nicht, mein Schatz, ich auch nicht.", sie küsste ihr auf den Kopf und versuchte sich auf en Film zu konzentrieren. Konstantin tat es ihr gleich.

      --

      Sie ließ die Ladentür hinter sich ins Schloss fallen, schloss sie ab und ging auf die in regelmäßigen Abständen beleuchtete Straße.Der Himmel war glasklar und die Sterne strahlten sie fast schon grell an. "Was für ein Tag.", murmelte sie zu sich selbst und tröstete sich mit dem Gedanken, dass dieser bald vorbei sein würde. Sie ging die leicht abfällige Straße hinunter zu ihrer kleinen Wohnung. sie hatte schon ungefähr die hälfte des Weges hinter sich, als sie das plötzliche Bellen eines Hundes überraschte, was praktisch sofort wieder verstummte, genauso plötzlich wie es gekommen war, fast so, als wäre der Hund zum Schweigen gebracht worden. Es war von einem der Hintergärten gekommen.
      Es lief ihr eiskalt den Rücken herunter, als sie darüber nachdachte. Dann fiel ihr auf, dass sie vor Schreck stehen geblieben war. Sie sah sich um. Wenn sie jetzt wieder ein Stück zurück gehen würde, stünde sie vor der Straße in der Chilèst wohnte, zu ihrer Eigenen war es noch ein gutes Stück. Irgendetwas sagte ihr, dass sie bei Chilèst sicherer als sonst wo wäre. Sie sah auf die Uhr, 22:26:12. Sie wollte sich gerade umdrehen und in Richtung Chilèst gehen, doch was jetzt geschah, würde sie sich nicht erklären können.Noch bevor sie sich bewegen konnte, konnte sie plötzlich spüren, nein, sehen, dass in schwarz gekleidete Männer, erst vor ihr, auf dem Bürgersteig, dann 0,254 Sekunden später hinter ihr, und dann 0,121 Sekunden danach einer auf der anderen Straßenseite, aus dem Gebüsch sprangen. Alle fast genau 20m von ihr entfernt und mit erhobenen Smith&Wesson EK-17, die elektromagnetisch in auf 243,6km/h beschleunigten Projektilen, wahlweise mit kleinen Standart-Patronen oder mit Nadelgeschossen mit verschiedenen Giften und Betäubungsmitteln. Noch bevor sie den Abzug btätigen konnten wurde ihr klar, dass die Wahrscheinlich ihen zu entkommen bei 0,00134% lagen. Dann spürte sie, wie sich die Nadelgeschosse in ihr Fleisch bohrten und sie ihr Bewusstsein verlor. Das Letzte was sie sah, war die Laterne unter der sie gerade durchgegangen war und ihr Licht auf sie warf.
      Sie schlug die Augen auf. Sie stand noch immer auf der Straße, genau da,wo sie eben gestanden hatte. Sie fühlte sich benommen und ein kurzer Blick auf ihr Uhr verriet ihr, dass sie wohl gerade 2 Sekunden vergangen waren. Sie drehte ihren Kopf zu der Stange der Laterne und sah die Schlize rund um die Abdeckung des kleinen Sicherungskastens, eben jener Laterne. Sie hohlte aus und schlug gerade fest genug mit dem Handballen seitlich gegen die Abdekung. Die ganze Laterne vibrierte und ging aus. Sie war erstaunt über sich selbst, sie konnte sich wieder nicht erklären, woher sie gewusst hatte, wie sie schlagen musste. Weiter ihrem Instinkt folgend sprang sie 22cm nach vorne und legte sich flach auf den Boden. Sie konnte wieder die Männer in schwarz spühren, die aus den Gebüschen sprangen, diesmal aber nicht auf sie ziehlten sondern nach ihr suchten.
      Dann konnte sie spühren wie ein weiterer Mann, gehüllt in einen langen dunkelbraunen Mantel, c.a. 1,80m groß, schwarze Haare, tief graue Augen, fast schon zierlichem Körperbau und einem Bündel langer, dünner Gerätschaften oder einfach nur Stangen, eingewickelt in ein Tuch, auf dem Rücken, auftauchte und die Aufmerksamkeit der bewaffneten Männer auf sich zog.
      "Hände hoch und auf die Kniee.", brüllte einer von ihnen. Er höhrte sich wie ein Polizist an.
      "Nein.", sagte der Mann schlichtweg. Es schien ihn nicht im geringsten zu beunruhigen, dass 3 Pistolen auf ihn gerichtet waren. Plötzlich stürmten noch weitere 4 von diesen Ninja ähnlichen Typen, aber diesmal nicht mit Pistolen sondern mit Uzis und schweren Messern auf dem Rücken. Die schwer bewaffneten Typen gingen auf den Fremden zu und uzmzingelten ihn und bellten immer wieder: "Hände hoch, du Arsch!", oder ähnliches. Aber er reagierte nicht einmal. Doch dann bewegte er seine Arme nach oben wie in Zeitlupe die Männer entspannten sich sichtlich und die drei mit den Smith&Wesson drehten sich wieder um und suchten weiter nach ihr. Was jetzt geschah, ging fast zu schnell, als dass das Menschliche Auge es hätte erfassen können. Der Fremde griff mit beiden Händen in das Bündel auf seinem Rücken und zog blitzschnell zwei seltsame Schwerter heraus. Sie waren beide Pechschwarz, die flache Seite war doppelt so bereit, wie bei einem normalen Schwert und mit großen Erleichterungsfräsungen versehen, die die Carbonstahlschwerter zu echten Federgewichten machten. Trotzdessen, dass die Schwerter offensichtlich sehr leicht waren, war die Geschwindigkeit, mit denen er sie schwang unmenschlich. Noch bevor die Männer in schwarz reagieren konnten, stand der Fremde schon bei dem Ersten, warf dessen Uzi dem Nächsten an den Kopf und hatten dem Ersten schon eine mit der Schwertrückseite einen übergebraten. Die anderen Beiden fingen an zu schießen doch traf nicht eine Kugel in ihr Ziel, obwohl der Fremde noch kurz stehen blieb, bevor er wieder mit unmenschlicher Geschwindigkeit einem der Beiden die Waffe aus der Hand kickte und ihm den Knauf in den Solarplexus stieß. Der letzte hatte aufgehöhrt zu schießen, hielt aber weiter die Wafe auf ihn gerichtet. Alles war still, keiner rührte sich. Die anderen drei hatten sich wieder zu dem Fremden umgedreht. Plötzlich änderte sich wieder ihre Wahrnehmung, ein schwindelerregendes Gefühl machte sich in ihr breit und sie wusste, dass der Fremde sich vorhin mit maximal 80km/h, plus Reaktionszeit, würde er den Smith&Wesson nicht entkommen. Sie wollte nicht, dass jemand wegen ihr sterben musste. Sie richtete sich langsam auf, bereit, die Typen irgendwie abzulenken. Sie war kaum einen Schritt gegangen, da flackerte die Laterne auf unter der sie nun standplötzlich ziehlten alle Smith&Wesson auf sie zwei der Drei wollten sich schon wieder zu dem Fremden umdrehen, doch er war verschwundendie Beiden und der Letzte mit der Uzi machten sich daran den Fremden zu suchen, während der Letzte langsam mit erhobener Waffe auf sie zu ging und "Hände hoch!", bellte. Sie gehorchte sah kurz zu den anderen Dreien und drehte dann ihren Kopf zu dem Letzten, doch da war keiner mehr, er hing jetzt über einer kleinen Mauer, direckt daneben stand der Fremd und begutachtete seelenruhig die Smith&Wesson. Seine Schwerter hatte er an die Mauer gelehnt. Er nahm die Waffe in die rechte Hand und zog mit der Linken eine der Uzis aus seiner Manteltasche. Das sah aus, wie in einem Actionfilm, als er begann zu schießen. Zuerst ein geziehlter Schuss mit der EK-17. Sie wusste jetzt warum die Waffe so beliebt war, außer einem leisen elektromagnetischen Surren und das zischen der Nadel, wie sie durch die Luft schnitt, war die Waffe absolut lautlos, auch als die Nadel sich in den Oberschenkel des Opfers bohrte, austrat und den Anderen auch noch durchstieß, war lutlos. Jenes Opfer sackte wie ein nasser Sack in schich zusammen und rührte sich nicht mehr.
      Dann stand der Fremde auch schon neben ihm und nahm die Pistole an sich, die auch dieser trug. Drei mal zischte es noch, rechte Schulter, Bauch, Rücken. Dann rührte sich keiner mehr.

      Ist leider etwas wenig, aber ich werde im laufe der nächsten Wochen noch jede Menge Zeit haben um weiter zu schreiben^^.
      [Kritik ist erwünscht, Rechtschreibfehlerkorrektur nicht xDxDxD, weil ich versehendlich das deutsche Sprachpaket nicht mitinstalliert habe, gibt's auch keine automatische Fehlerkorrektur^^]

      EDIT: Ich hab heute weitergeschrieben und den Rest einfach noch mit angefügt
      Geändert von Dissi (16.07.2009 um 18:25 Uhr)
      mfg
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      Dissi

      Wissenschaft ist, wenn man in einem dunklen Raum, mit verbundenen Augen, nach einer Katze sucht.
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      Religion ist, wenn man in einem dunklen Raum, mit verbundenen Augen, nach einer Katze sucht, sie nicht findet und schreit: "Hurra! ich hab sie!"
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      Standard AW: Mein Buch: >Dimension<

      Storytechnisch entwickelt sich das ganze recht spannend, freu mich da in jedem Fall auch schon auf die Fortsetzung. Der erzählerische Part ist dir übrigens gut gelungen.

      Allerdings habe ich noch ein paar Anmerkungen:

      Er sah ihr dabei kopfschüttelnd zu, lächelte und machte sich ebenfalls auf den Weg zum vorletzten Ast, wo sie ein kleines Plateau errichtet hatten, auf dem sie das Baumaterial gelagert hatten, um von dort Bretter zu hohlen, die sie auf die Balken legen wollten, die sie so eben angebracht hatten.
      Den Satz würde ich in zwei oder drei Sätze teilen, weil er so einfach zu lang wirkt. ^^

      Zwischen dem "Baumhaus"-bauen und dem Nachrichtenschauen würde ich einen Absatz einfügen, da sonst nicht ganz klar ist, das ein Szenenwechsel stattgefunden hat.

      Allgemein rate ich dir Kapitel erst zu posten wenn sie fertig sind und du und wenigstens noch eine andere Person drüber gelesen haben. Das ist einmal einfacher für deine Leser, weil Fehler und unmissverständliche Sätze dezimiert wurden und zum anderen kann es immer sein, dass man während des Schreibens etwas bisher geschriebenes verändern musst. Diese Möglichkeit nimmst du dir dadurch quasi, weil wahrscheinlich niemand Lust hat ein un dasselbe Kapitel zwei oder dreimal zu lesen, nur weil ein Abschnitt verändert wurde. Du vergraulst dir dadurch also deine Leser ^^'

      lg
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    10. #19
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      Standard AW: Mein Buch: >Dimension<

      Wow deine Story packt mich...ich finde sie sehr schön geschrieben, doch auch ich hab mal was auszusetzen^^
      Also man kommt nich immer mit ...was sich zwar schnell wieder legt, dennoch etwas stört...zur rechtschreibung darf ich ja nix sagen...xD
      Na ja also sehr interessant, ich werde sie weiter verfolgen.

      SCHÖNE STORY

    11. #20
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      Standard AW: Mein Buch: >Dimension<

      So Kapitel 2. komplett.

      Wer Rechtschreibfehler findet darf sie sogar behalten. ^.^

      >Anschlag<
      Achtung Spoiler:

      Konstantin rückte den schmalen Balken in die richtige Position und lehnte sich erschöpft zurück. Kira grinste ihn von der anderen Seite her an. Es war jetzt schon der vierte Steg, den sie befestigten. Sie war jetzt auf dem Ast, auf dem sie das erste Baumhäuschen bauen wollten.
      Das Holz hatten sie von dem Sägewerk, dessen Chef sichtlich froh gewesen war die verzogenen und verschnittenen Hölzer los zu werden. Kira ging strahlend und geschmeidig wie eine Katze über den soeben befestigten Balken, welcher aber immer noch wackelte und gerade so breit wie einer ihrer Füße war. Er sah ihr dabei kopfschüttelnd zu, lächelte und machte sich ebenfalls auf den Weg zu einem der unteren Äste, um von dort die nächsten Bretter zu hohlen. Dort hatten sie ein Plato errichtet, auf dem sie die Baumaterialien gelagert hatten. Die Bretter wollten sie auf die soeben befestigten Balken legen, als eine Art Steg.
      Und so begannen sie ihren Traum, ein stabiles System von Stegen, Leitern, Platos und Häuschen zwischen und auf den Äste der alten Eiche zu bauen. Irgendwann würden sie an der Spitze angelangt sein, das wussten sie.

      -

      Sie ließ die Ladentür hinter sich ins Schloss fallen, schloss sie ab und ging auf die in regelmäßigen Abständen beleuchtete Straße.Der Himmel war glasklar und die Sterne strahlten sie fast schon grell an. "Was für ein Tag.", murmelte sie zu sich selbst und tröstete sich mit dem Gedanken, dass dieser bald vorbei sein würde. Sie ging die leicht abfällige Straße hinunter zu ihrer kleinen Wohnung. sie hatte schon ungefähr die Hälfte des Weges hinter sich, als sie das plötzliche Bellen eines Hundes überraschte, was praktisch sofort wieder verstummte, genauso plötzlich wie es gekommen war, fast so, als wäre der Hund zum Schweigen gebracht worden. Es war von einem der Hintergärten gekommen.
      Es lief ihr eiskalt den Rücken herunter, als sie darüber nachdachte. Dann fiel ihr auf, dass sie vor Schreck stehen geblieben war. Sie sah sich um. Sie stand hinter der Stange einer der Laternen, die immer mitten auf dem Gehweg standen und hauptsächlich darauf ausgerichtet waren, die Straße zu beleuchten, wie ihr schien. Wenn sie jetzt wieder ein Stück zurück gehen würde, stünde sie vor der Straße in der Chilèst wohnte, zu ihrer Eigenen war es noch ein gutes Stück. Irgendetwas sagte ihr, dass sie bei Chilèst sicherer als sonst wo wäre. Sie sah auf die Uhr, 22:26:12. Sie wollte sich gerade umdrehen und in Richtung Chilèst gehen, doch was jetzt geschah, würde sie sich nicht erklären können. Noch bevor sie sich bewegen konnte, konnte sie plötzlich spüren, nein, sehen, dass in schwarz gekleidete Männer, erst vor ihr, auf dem Bürgersteig, dann 0,674 Sekunden später hinter ihr, und dann 0,428 Sekunden danach einer auf der anderen Straßenseite, aus dem Gebüsch sprangen. Alle fast genau 20m von ihr entfernt und mit erhobenen Smith&Wesson EK-17, mit elektromagnetisch auf 243,6km/h beschleunigten Projektielen, wahlweise mit kleinen Standart-Patronen oder mit Nadelgeschossen mit verschiedenen Giften und Betäubungsmitteln. Noch bevor sie den Abzug betätigen konnten wurde ihr klar, dass die Wahrscheinlich ihnen zu entkommen bei 0,435% lag. Unwahrscheinlich aber möglich. Dann spürte sie, wie sich die Nadelgeschosse in ihr Fleisch bohrten und sie ihr Bewusstsein verlor. Das Letzte was sie sah, war die Laterne unter der sie gerade durchgegangen war und ihr Licht auf sie warf.
      Sie schlug die Augen auf. Sie stand noch immer auf der Straße, genau da,wo sie eben gestanden hatte. Sie fühlte sich benommen und ein kurzer Blick auf ihr Uhr verriet ihr, dass wohl gerade 2 Sekunden vergangen waren. Sie drehte ihren Kopf zu der Stange der Laterne und sah die Schlitze rund um die Abdeckung des kleinen Sicherungskastens, eben jener Laterne. Sie holte aus und schlug gerade fest genug mit dem Handballen seitlich gegen die Abdeckung. Die ganze Laterne vibrierte und ging aus. Sie war erstaunt über sich selbst, sie konnte sich wieder nicht erklären, woher sie gewusst hatte, wie sie schlagen musste. Weiter ihrem Instinkt folgend bewegte sie sich 22cm nach vorne und legte sich neben der niedrigen Steinmauer flach auf den Boden. Sie konnte wieder die Männer in schwarz spüren, die aus den Gebüschen sprangen, diesmal aber nicht auf sie zielten sondern nach ihr suchten.
      Dann konnte sie spüren wie ein weiterer Mann, gehüllt in einen langen dunkelbraunen Mantel, c.a. 1,80m groß, Kohlrabenschwarze Haare, tief graue Augen, fast schon zierlichem Körperbau und einem Bündel langer, dünner Gerätschaften oder einfach nur Stangen, eingewickelt in ein Tuch, auf dem Rücken, auftauchte und die Aufmerksamkeit der bewaffneten Männer auf sich zog.
      "Hände hoch und auf die Knie.", brüllte einer von ihnen. Er hörte sich wie ein Polizist an.
      "Hm?", machte der Mann und stellte sich dumm. Es schien ihn nicht im geringsten zu beunruhigen, dass 3 Pistolen auf ihn gerichtet waren. Plötzlich stürmten noch weitere 4 von diesen Ninja ähnlichen Typen, aber diesmal nicht mit Pistolen sondern mit Uzis und schweren Messern auf dem Rücken aus einer kleinen Seitenstraße. Die schwer bewaffneten Typen sahen sehr stark nach eine Einsatztruppe aus und waren stämmig gebaut. Sie gingen auf den Fremden zu, umzingelten ihn und bellten immer wieder: "Hände hoch, du Arsch!", oder ähnliches. Aber er reagierte nicht einmal. Doch dann bewegte er seine Arme nach oben wie in Zeitlupe die Männer entspannten sich sichtlich und die drei mit den Smith&Wesson drehten sich wieder um und suchten weiter nach ihr. Was jetzt geschah, ging fast zu schnell, als dass das Menschliche Auge es hätte erfassen können. Der Fremde griff blitzschnell mit beiden Händen in das Bündel auf seinem Rücken und zog eben so schnell zwei seltsame Schwerter heraus. Sie waren beide Pechschwarz, die flache Seite war doppelt so bereit, wie bei einem normalen Schwert und mit großen Erleichterungsfräsungen versehen, die die Carbonstahlschwerter zu echten Federgewichten machten. Trotz dessen, dass die Schwerter offensichtlich sehr leicht waren, war die Geschwindigkeit, mit denen er sie schwang unmenschlich. Noch bevor die Männer in schwarz reagieren konnten, stand der Fremde schon bei dem Ersten, warf dessen Uzi dem Nächsten an den Kopf, nockte ihn damit aus und hatte dem Ersten schon mit der Schwertrückseite einen übergebraten. Die anderen Beiden fingen an zu schießen doch traf nicht eine Kugel in ihr Ziel, obwohl der Fremde noch kurz stehen blieb, bevor er wieder mit unmenschlicher Geschwindigkeit dem Nächsten die Waffe aus der Hand kickte und ihm den Knauf eines Schwertes in den Solarplexus stieß. Der letzte hatte der Letzte aufgehört zu schießen, hielt aber weiter den Lauf auf ihn gerichtet. Alles war still, keiner rührte sich. Die anderen drei hatten sich wieder zu dem Fremden umgedreht. Plötzlich änderte sich wieder ihre Wahrnehmung, ein schwindelerregendes Gefühl machte sich in ihr breit und sie wusste, dass der Fremde sich vorhin mit maximal 80km/h bewegt hatte, plus Reaktionszeit, würde er den Smith&Wesson nicht entkommen. Sie wollte nicht, dass jemand wegen ihr sterben musste. Sie richtete sich langsam auf, bereit, die Typen irgendwie abzulenken. Sie war kaum einen Schritt gegangen, da flackerte die Laterne auf unter der sie nun stand. Plötzlich zielten alle Smith&Wesson auf sie. Upps. Zwei der Drei wollten sich schon wieder zu dem Fremden umdrehen, doch dieser war verschwunden. Die Beiden und der letzte mit der Uzi machten sich daran den Fremden zu suchen, während der Letzte langsam mit erhobener Waffe auf sie zu ging und "Hände hoch!", sagte, gerade so, dass sie es hören konnte, als ob er nicht wollen würde, dass der fremde ihn hört. Sie gehorchte sah kurz zu den anderen Dreien und drehte dann ihren Kopf zu dem Letzten, doch da war keiner mehr, er hing jetzt über einer kleinen Mauer, direckt daneben stand der Fremde und begutachtete seelenruhig die Smith&Wesson jenes Mannes. Seine Schwerter hatte er an die Mauer gelehnt. Er nahm die Waffe in die rechte Hand und zog mit der Linken eine der Uzis der anderen aus seiner Manteltasche. Das sah aus, wie in einem Actionfilm, als er begann zu schießen. Zuerst ein gezielter Schuss mit der EK-17. Sie wusste jetzt warum die Waffe so beliebt war, außer einem kaum hörbaren elektromagnetischen Surren und das zischen der Nadel, wie sie durch die Luft schnitt, war die Waffe absolut lautlos, auch als die Nadel sich in den Oberschenkel des Opfers bohrte, austrat und in dem Anderen stecken blieb, war kaum etwas zu hören. Jener Mann sackte wie ein nasser Sack in sich zusammen und rührte sich nicht mehr.
      Drei mal zischte es noch, rechte Schulter, Bauch, Rücken. Für jeden einen Schuss. Dann rührte sich keiner mehr.

      -

      Konstantin traute seinen Augen und Ohren nicht, als die Nachrichtenmoderatorin vor einem Bild, von etwas, was aussah, wie einige Gebäude einer Innenstadt, bei denen kurz zuvor ein riesiges Inferno gewütet hatte, stand, sagte: "Die Polizei meinte, dass es sich bei dieser Reihe von fatalen Explosionen in der Wiesbadener Innenstadt um einen Terror-Anschlag handelte. Es sind voraussichtlich über 500 Menschen verletzt, wenn nicht sogar gestorben, bisher konnte die Feuerwehr über 100 Verletzte und über 40 Tote bergen. Wenn die Zahlen weiter steigen, handelt es sich hier vermutlich um den größten Anschlag, der bisher auf die deutsche Regierung unternommen wurde." Seit wann hatten es die Terroristen auf Deutschland abgesehen? Und warum?
      Die Moderatorin fuhr fort: "Anschläge dieser Art fanden in sämtlichen Mitteleuropäischen Ländern statt. Ziel waren immer wichtige Regierungsbeamte. Die Ploizei verstärkt bereits die Sicherheitskontrollen in sämtlichen Gebäuden der Regierung und an Flughäfen. Sogar die Bundeswehr wird in Bewegung versetzt um die Lage am Anschlagsort..." Die Nachrichtensprecherin unterbrach sich selbst und legte einen Finger an ihren Ohrstöpsel. Ihr Gesichtsausdruck verfinsterte sich und sie begann wieder zu sprechen: "Entschuldigen sie die kurze Unterbrechung, aber ich habe soeben die Meldung erhalten, dass im Hamburger Hafen ein Frachter steht, oder eher stand, bei dem vermutlich mehr als 30 der geladenen 3000 Container randvoll mit Sprengstoff geladen waren und den Frachter In ein einen riesigen Haufen brennenden Metalls verwandelten. Der Tank des Frachters lief aus und der Treibstoff legte sich wie eine Haut über das Wasser des Hafenbeckens, entzündete sich kurz darauf und beschädigte die umliegenden Schiffe schwer. Der am nächsten stehende Frachter fing ebenfalls Feuer, konnte aber gerettet werden. Die Ladung konnte größtenteils gerettet..."
      "Das ist ja schrecklich!", sagte seine Mutter entsetzt, "Warum fangen die denn jetzt an halb Deutschland in die Luft zu sprengen? Was haben WIR denn getan?", sagte seine Mutter fassungslos.
      Die Nachrichtensprecherin zählte allerlei Daten über die Anschläge auf, der Schaden belief sich angeblich auf mehrere 10 mio Euro und es seinen voraussichtlich 20 Menschen gestorben.
      "Ich glaube die wollen alle Verbündeten der USA zermürben.", sagte sein Vater.
      Es war Freitagabend und Konstantins Familie war gerade dabei gewesen sich auf die große Couch im Wohnzimmer zu setzen um einen Film zu gucken, während sein Vater schon einmal die Nachrichten eingeschaltet hatte.Dann sagte die Nachrichtensprecherin: "Wir beginnen jetzt mit Beverly Hills Cop und werden in der nächsten Werbepause genauere Angaben über die zwei Anschläge bekannt geben. Mit freundlichen Grüßen, ihre Anette Braun."
      Konstantin hatte jetzt keine Lust mehr auf den Film, der in Folge der Eddie-Murphy-Woche ausgestrahlt wurde.
      "Warum ist denn da alles kaputt?", fragte seine kleine Schwester, ein 8-jähriger Quälgeist namens Nina.
      "Weil böse Menschen gerne viel kaputt machen.", antwortete seine Mutter und tätschelte ihr den Kopf.
      "Das versteh' ich nicht."
      "Ich auch nicht, mein Schatz, ich auch nicht.", sie küsste ihr auf den Kopf und versuchte sich auf den Film zu konzentrieren. Konstantin tat es ihr gleich.

      --

      Sie merkte, dass sie die Arme immer noch erhoben hatte und lies diese jetzt aber eilig sinken. Sie sah den Fremden an und fragte sich, ob sie ihn ansprechen sollte und wenn ja, wie. Er war gerade dabei das Magazin der Ek-17 durch ein Volles zu ersetzen. Sie bemerkte das er bereits alle Waffen und die Munition der Männer an sich genommen hatte und das meiste in den riesigen Taschen des zu großen Mantels hatte verschwinden lassen. Er öffnete jetzt mit den freien Fingern der Hand, in der er die Waffe hielt, den Mantel und steckte sie in eine der Innentaschen. Die Magazine in der anderen Hand steckte er ebenfalls in eine Innentasche. Er schloss seine Hände um die Griffe seiner beiden Schwerter mit der Katzengleichen Eleganz, die jede seiner Bewegungen beinhaltete und richtete sich wieder auf. Die Stahlgrauen Augen hinter seinem zotteligen, schwarzen Haaren, welche im bis ins Gesicht reichten, richteten sich auf sie. Obwohl sie sich nicht bewegt hatte, hatte sie jetzt das Gefühl mitten in einer Bewegung plötzlich zu erstarren. Seinen Augen folgend drehte sich sein ganzer Körper zu ihr um und offenbarte ihr die Kleidung, die er unter dem Mantel trug. Sie war ein bisschen enttäuscht, als sie sah, dass er eine einfache weite Jeans-Hose und einen Strickpulli mit Reißverschluss trug. Sie hatte etwas außergewöhnliches erwartet, wie zum Beispiel schwarzes Leder und ein ganzes Arsenal von brutalen Waffen. Aber stand einfach nur da in seinem gewöhnlichen Strickpulli und war doch dabei so außergewöhnlich. Er sah ihr jetzt direkt in die Augen. Ihre Blicke trafen sich und der Gedanke verflüchtigte sich wie Sandburg, die von einer plötzlichen Flutwelle erfasst wurde. Jetzt war der Moment definitiv gekommen etwas zu sagen. Sie öffnete den Mund und wollte gerade anfangen etwas zu sagen, da hob er seinen Zeigefinger an seine Lippen. Sie klappte den Mund wieder zu. Er sagte mit einer angenehm rauen Stimme:"Du hast mich nie gesehen, O.K.?"
      Er machte Anstalten wieder zu gehen und hatte sich schon halb abgewandt, da brachte sie stotternd hervor: "W-Warte! Warum .. warum hast du das gemacht? D-Du kennst mich doch gar nicht u-und vielleicht hab ich ja was verbrochen u-und bin gefährlich oder so ..."
      Er sah sie wieder an und Lächelte. Sie wurde rot im Gesicht und sah beschämt zu Boden, sie wusste nicht mehr, wann sie sich das letzte mal so sehr zum Affen gemacht hatte.
      "Ich konnte mir beim besten Willen nicht erklären, warum eine Spezialeinsatztruppe ein hübsches Mädchen auf offener Straße angreift. Also dachte ich, ich könnte ja mal wieder den Held spielen und hab dich gerettet.", antwortete er.
      Sie sah ihn entgeistert an. Diese Antwort hatte sie nun wirklich nicht erwartet. Dann wurde sie wieder rot als ihr klar wurde, was er ihr soeben für ein Kompliment gemacht hatte. Seiner Ansicht nach war sie es für ihn wert gewesen sein Leben zu riskieren, obwohl er sie nicht einmal kannte. "Ehm .. D-Danke.", brachte sie hervor.
      "Gern geschehen.", sagte dieser und senkte seinen Kopf in der Andeutung einer Verbeugung.
      Er drehte sich um und ging die Straße hinab, in die Richtung aus der Sie gekommen war.
      "Hey! Warte! Wie kann ich mich dir erkenntlich zeigen?", rief sie ihm hinterher und überlegte, ob dies vielleicht ein Fehler gewesen war. Er drehte sich um und ging rückwärts weiter, während er ihr zu rief: "Morgenmittag, Marktplatz, Schusswaffenstand."
      Damit drehte er sich wieder um und verschwand in der Dunkelheit einer unbeleuchteten Gasse. Sie stand wie angewurzelt da. Da fiel ihr plötzlich auf, dass sie ihn nicht nach seinem Namen gefragt hatte. Verwirrt starrte sie zu Boden und stellte fest, dass dort eine EK-17 mit samt zwei Magazine lag. Immer noch verwirrt starrte sie die Waffe noch einen Moment lang an, dann hob sie sie auf. Das kühle Gefühl des Metalls der kleinen Handfeuerwaffe auf der Haut beruhigte sie ein wenig und sie konnte wieder einen klaren Gedanken fassen. Sie sah auf den Zähler des Magazins in der Waffe. Es war voll, genauso, wie die anderen beiden Magazine. Während sie die Waffe in die Innentasche ihrer Jacke steckte und die Magazine in ihre Handtasche, sah sie sich um. Ihr lief ein eiskalter Schauer über den Rücken, als sie die ganzen Ninja-Typen bewusstlos herumliegen sah. Dann machte sie sich auf den Weg zu Chilésts Wohnung um das paranoide Gefühl los zu werden, was sich in ihr jetzt breit machte. Wer waren diese Typen? Was wollten sie von ihr? Würden sie ihr wieder auflauern? Beobachteten sie sie, und wenn ja, was wussten sie? Und wer war ihr namenloser Retter?
      Sie schüttelte den Kopf und redete sich ein, dass es ein Missverständnis gewesen war und sie nur gerettet worden war, weil er gewusst hatte, dass sie unschuldig war.
      Ihre Gedanken stockten, als sie die Waffe in ihrer Jackentasche spürte und ihr etwas wichtiges durch den Kopf schoss: „Die Waffe! Hat er sie nur vergessen oder extra für mich daliegen lassen?“ Wenn dem so war, war es wahrscheinlich eher kein Zufall gewesen. Und die Tatsache, dass sie geladen war und zwei Magazine dabei gelegen hatten, sprach dafür.
      Was war hier los?
      Noch während sie weiter darüber nachdachte hörte sie eine angenehm raue und tiefe Stimme sagen: „Wenn du zu mir willst solltest du vielleicht Ein paar Schritte zurückgehen.“
      Sie schreckte auf, blieb stehen und drehte sich um. Auf einer abgetragenen Alu-Bank saß Chilèst, der sie mit einem belustigten Gesichtsausdruck ansah und Asche von seiner Zigarette auf den Boden schnippste. „Natürlich nur wenn du willst.“, sagte dieser amüsiert und zog an seiner Zigarette, die bereits nur noch einige Zentimeter lang war. „'tschuldigung, ich war in Gedanken.“, sagte sie und bemerkte, dass sie ziemlich erschöpft war.
      „Auch eine?“, fragte er und hielt ihr die Packung hin.
      „Nein, danke ich rauche nicht.“
      Er zuckte mit den Schultern und fragte: „Darf ich die hier noch fertig rauchen?“
      „Klar, wenn ich mich zu dir setzen darf.“
      Dankbar lies sie sich auf die Bank sinken und sah sich in der Straße um, während Chilèst weiter rauchte. Links neben ihnen war ein im Mondschein glänzendes Schiebe-Tor einer Garage. Direkt neben der Einfahrt stand ein einfach gehaltener, unauffälliger, Silber-grauer Sportgleiter der aber scheinbar ziemlich schnell war, der Form der Karosserie und der Größe der zwei Triebwerke nach zu urteilen. Sie hatte dieses Modell noch nie zuvor gesehen. Es waren auch keinerlei Symbole oder Schriftzüge zu sehen, die auf Typ oder Hersteller hinwiesen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand ein Orangefarbener Lamborghini Muhrmongi, ein reinrassiger Sportgleiter der Firma für die teuersten und schnellsten Gefährte überhaupt. Als sie sich weiter um blickte und sich die Fassaden der Häuser ansah, wurde ihr klar, dass sie sich hier in der Randzone des Wohngebietes der Oberklasse befand. Hier wohnten Neureiche, D-Promies und all die Leute die irgendwo zwischen Mittelschicht und Oberschicht standen. Die Reichen und Schönen also. War Chilést auch reich? „Er ist um die 150Jahre alt, kein Wunder, wenn der Geld hat.“, dachte sie.
      Chilést stand auf, drückte den Rücken, begleitet mit einem Knacksen, durch und sah sie an.
      „Wollen wir reingehen?“, fragte er sie.
      „Ähm … Klar.“
      Er zog einen Schlüsselbund aus seiner Jackentasche, suchte den richtigen heraus und schloss die Tür neben der Bank auf, auf der sie gesessen hatten.Sie betraten eine Art Gaderobe. Chilést lies die Tür zufallen. Die Wände hatten die Farbe von Eierschale und rechts an der Wand stand ein großer Kleiderschrank aus Kirschholz, der wahrscheinlich Jacken enthielt und perfekt auf beiden Seiten mit der Wand ab schloss. Auf der anderen Seite stand ein Hüfthoher Schuhschrank und ein Kleiderständer an dem bereits eine Jacke hing. Chilést zog seine Jacke aus und hängte sie an den Ständer, dann zog er die Schuhe aus und stellte sie vor den Schuhschrank. Er drehte sich um und sah sie an. Sie sah zurück und begriff, dass sie ihn die ganze zeit angestarrt hatte und immer noch ihre Jacke an hatte. Sie wurde rot. Chilést setzte einen hochnäsigen Gesichtsausdruck auf und verbeugte sich tief vor ihr. Als er sich wieder aufrichtete sagte er: „Verzeihen sie vielmals Madam. Darf ich um ihren Mantel bitten?“
      „Ich verzeihe ihnen. Hier. Mein Mantel.“, sagte sie in dem gleichen hochnäsigen Tonfall und ließ sich von Chilést aus der Jacke helfen, als währe sie die Königin der Welt.
      „Ihre Schuhe, Madam.“, sagte er und hockte sich vor sie auf den Boden. Jetzt wurde sie richtig rot und fiel aus der Rolle.
      „Nein, steh wieder auf, Chilést! Das kann ich auch selber.“, sagte sie verlegen und zog sich schnell die Schuhe aus.
      „Okay, wollen wir dann rein gehen, Fatina?“
      „Gerne“
      Als sie die Eingangshalle betraten, war ihr klar, dass Chilést Geld hatte. Sie war c.a.10m breit und 20m lang, war zwei Stockwerke hoch, hatte in der Mitte eine Treppe, die in das obere Stockwerk führte und ringsum waren Türen. Auf der Ebene des oberen Stockwerks war eine Art Balkon angebracht, der einmal rund führte und den Zugang zu den oberen Türen darstellte. Mondlicht schien durch riesige Fenster auf die Treppe.
      „Das Haus war das einzige, was genügend Zimmer für meine Zwecke hatte und dabei nicht allzu groß war.“, sagte Chilést und hatte einen Gesichtsausdruck, der sie glauben ließ, dass ihm dieses Haus nicht wirklich gefiel.
      „Äh, ja.“,sagte sie aus dem Staunen gerissen.
      „Soll ich dir ein bisschen was zeigen?“
      „Öhm, ja, das wäre nett.“, sagte sie und fügte etwas schüchtern hinzu: „Ich war noch nie in einem so großen Haus.“
      Sie gingen gemeinsam die Treppe hinauf, die aus gebürstetem Aluminium bestand und auf den Laufflächen silbernen Teppich hatte. Ihr fiel auf, dass der ganze obere Stock mit Teppich in der gleichen Farbe ausgelegt war. Im Unteren war alles mit Parkett ausgelegt.
      „Hier oben ist mein Wohn- und Arbeitsbereich, Unten sind das Esszimmer, der Salon, die Küche und ein Teil der Garage.“
      „Ein Teil der Garage? Geht das noch unterirdisch weiter? Und der Flitzer vor der Tür? Gehört der auch dir? Ist das eigentlich gemietet oder gekauft? Und... und … meine Güte wie viel Geld hast du eigentlich!?“, platzte es aus ihr heraus.
      „Aalso: Ja; Ja; Gekauft; Soviel Geld wie man nach so vielen Jahren gut bezahlter Arbeit zusammen schustert. Und übrigens bist du die erste Person, die ich freiwillig hierher eingeladen habe.“
      „Ähm...“, sie starrte ihn völlig verdattert an.
      „Soll ich dir ein Glas Wasser hohlen? Oder etwas Alkoholisches?“, sagte er mit besorgter Miene, „Es tut mir Leid, dass ich dich damit so überfahre, ich hätte auch ein anderes Haus genommen, aber von meiner Arbeit her, war es einfach am Besten gelegen; wegen der Ausstattung und so.“



      -

      Fatina knallte das Glas, nachdem sie es in großen Zügen geleert hatte, auf den Tisch, der in der viel zu großen Küche stand. Die Küche sah aus als wäre sie nie angerührt worden oder nur sehr selten benutzt.
      Sie sah Chilèst an. Er hatte einen mitleidigen Gesichtsausdruck aufgesetzt und wirkte nicht besonderes glücklich über die Entwicklung der Situation.
      Sie ging einen Schritt auf ihn zu, lächelte ihn aufmunternd an und sagte: „Ach du. Jetzt … Verzeih mir doch.“
      Chilèst sah sie erschrocken an.
      „Was? Verzeihen?“
      „Bitte...“, sagte sie und trat schmollend noch einen Schritt näher an ihn heran. Sie war jetzt nur noch ein paar Zentimeter von ihm entfernt und nahm mit beiden Händen eine seiner riesigen Händen und sah ihm fest in die Augen.
      „Äh... Nein, es, ehm, gibt nichts zu verzeihen. Ich meine, also, so ein großes Haus … Ich ...“
      Er brach ab als sie den Kopf senkte und kurz leise kicherte. Dann seufzte sie und betrachtete seine Hand, die um mehr als die Hälfte größer war als ihre und die sie mit beiden Händen hielt. Dabei hatte sie nicht einmal besonders kleine Hände.
      „Ehm, Fatina ...“, sagte er vorsichtig und riss sie damit aus ihrer gedankenverlorenen Betrachtung.
      Schlagartig wurde ihr bewusst, dass sie die ganze Zeit hier gestanden hatte, seine Hand festgehalten und mit den Daumen über seinen Handrücken und über die Finger gestreichelt hatte. Sie wurde rot.
      „Ich, also ….“, sagte sie hastig und ließ seine Hand los. Es fühlte sich irgendwie seltsam an die Hand wieder los zu lassen.
      „Ich wollte dich nur fragen, ob du vielleicht Lust hättest einen Film zu gucken und wie lange du bleiben willst.“, sagte er um die Stimmung zu lockern, war allerdings inzwischen auch etwas rot geworden.
      „Ehm, Also, Ja gerne, aber ...“, antwortete sie.
      „Aber was?“
      „Es ist schon sehr spät ...“, sagte sie und nickte in Richtung der riesigen Digitaluhr die 23:22 anzeigte und an der hinteren Wand der Küche hing. Sie bestand aus eine einzigen 3x1,5m großen Rahmenlosen Glasplatte mit einfachen elektronischen Ziffern und man konnte weder eine Stromzufuhr noch sonst irgendwelche Schaltkreise oder Ähnliches erkennen.
      Sie sah ihn bedeutsam an.
      „Du kannst auch gerne hier übernachten.“, sagte er wie als Antwort, „Ich kann dir alles herbringen lassen, wenn du irgend etwas brauchst.“
      „Mach' dir bitte keine Umstände.“
      „Ich mache mir keine Umstände, ich mache den entsprechenden Service-Kräften Umstände.“
      „Das ist das Gleiche!“, sagte sie und verdeutlichte es noch einmal mit einem unmissverständlichen Blick, der genau das aussagte.
      Chilèst lachte sie liebevoll aus, schüttelte den Kopf und ging aus der Küche heraus in den Vorraum der Küche, wo die eine Wand ein einziger weißer Schrank war und an der anderen ein Bildschirm mit 1,5m Bild-Diagonale hing. Chilèst blieb vor ihm stehen und tippte mit dem Zeigefinger in die Mitte.
      Der Bildschirm reagierte sofort und begrüßte ihn mit einer leisen Abfolge von Tönen.
      Chilèst tippte auf ein paar Schaltflächen deren Bedeutung sie nicht wusste und hielt dann inne und sah sie erwartungsvoll an.
      Sie reagierte mit einem fragenden Blick, worauf er erklärend antwortete: „Was willst du essen und was möchtest du noch an Körperpflegeprodukten haben, oder was auch immer.“
      „Ehm ...“, fing sie an und überlegte.
      „Wenn du willst kannst du dir hier sogar einen Kammerdiener und einen Sportwagen bestellen.“
      „Was? Nein! Moment mal hast du etwa kein Personal?“
      „Nein. Aber wenn du willst engagiere ich schnell jemanden.“
      Nachdem sie die Bestellungen abgehandelt und einen Film ausgesucht hatten, gingen sie in das obere Stockwerk in ein Zimmer, das an einer Wand einen riesigen Fernseher stehen hatte, der fast so groß wie die ganze Wand war. Gegenüber, mit gebürtigem Abstand stand ein riesiges unheimlich bequem aussehendes Sofa. Boxen verschiedener Größe waren im ganzen Raum verteilt und sorgen für eine Realitätstreue Geräuschkulisse. Fatina konnte sich nicht beherrschen und sprang mit Anlauf auf diese wundervoll bequeme Couch und streckte sich aus. Sie räkelte sich und als sie danach die Augen wieder öffnete, sah sie Chilèst, wie er sie mit den Händen in die Hüfte gestemmt ansah.
      „Was denn?“, strahlte sie ihn frech an.
      „Das denn!“, sagte er nun auch grinsend, ging ein bisschen in die Knie und sprang auf einmal hoch und in ihre Richtung. Sie kreischte vor Schreck auf und rollte sich zusammen. Dann spürte sie wie er landete und öffnete die Augen und sah direkt in Chilèsts Gesicht, der offenbar auf allen Vieren gelandet war und nun über ihr hing. Sie entspannte sich wieder und rollte sich wieder aus. Er war ihr so nahe, dass sie ihn riechen und seine Anwesenheit deutlich spüren konnte. Da schoss ihr eine Frage durch den Kopf.
      „Du, Chilèst.“, sagte sie leise.
      „Ja?“, antwortete er ebenso leise.
      „Das hier ist nicht dein echter Körper, nicht wahr?“
      „Nein, aber er sieht dem Original sehr, sehr ähnlich … und hat auch das gleiche Genmaterial.“
      Er rollte sich seitlich weg.
      „Oh.“, sagte sie und richtete sich auf.
      Sie kroch zu Chilèst zu der Rückenlehne und setzte sich neben ihn. Chilèst zauberte von irgend woher ein Fernbedienung hervor und schaltete den monströsen Bildschirm an.

      -

      Sie starrte gedankenverloren und betrübt auf das hässliche Muster des Sitzes vor ihr. Sie saßen im Bus auf dem Weg zur Schule.
      „Komm' schon, jetzt guck nicht so traurig, das war bestimmt der letzte Anschlag.“
      Er sah sie besorgt an. Es hatte diesen Morgen in aller Frühe noch einen Anschlag gegeben und zwar hatten die Täter dieses mal ein komplett leeres Einkaufszentrum In sich zusammen fallen lassen. Offensichtlich hatten sie an bestimmten Punkten kleine Sprengsätze montiert, die dort durch die Explosionen das Gebäude hatten instabil werden lassen. Dieses Einkaufszentrum war eines der Größten Deutschlands und lag nicht mal allzu weit entfernt. Verletzte und Tote gab es keine.
      „Hey, … das wird schon wieder ...“
      Da fiel ihm wieder etwas wichtiges ein, er hatte nachdem er letztens dort gewesen war, versprochen nochmal mit ihr hin zu fahren. Daraus würde jetzt aber nichts mehr werden.
      Er wollte noch etwas sagen, dies blieb ihm aber im Hals stecken, als auf einmal Jimmy neben Kira stand. „Hey. Lächle doch ein bisschen. Das lässt dein hübsches Gesicht viel besser zur Geltung kommen, als dieser ernste Blick.“
      „Hat der noch nicht genug!? Nunja, er wird schon sehen, was er davon hat.“, dachte Konstantin.
      Sie sah ihn an, wie leicht über sie gebeugt neben ihrem Sitzplatz stand. Es berührte sie herzlich wenig, was er sich da zusammen reimte.
      „Was willst du?“
      „Mich ein wenig unterhalten.“
      „Schön, dann such schon mal ne Wand, die dir zuhört.“
      Konstantin hätte ihn fast laut ausgelacht, aber er versuchte sich nichts anmerken zu lassen.
      Jimmy lächelte und näherte sich ihr noch ein Stück.
      „Aber ich wollte mit Dir reden, Süße.“
      „Du findest mich süß?“
      Sie schien ehrlich interessiert.
      „Ja, allerdings.“
      Er grinste sie an und glaubte offensichtlich sie gekriegt zu haben.
      „Aha. Dann stehst du also da drauf, von einem Mädchen fertig gemacht zu werden.“
      Jetzt musste Konstantin Schmunzeln. Und von ein paar Mitschülern, die um sie herum saßen war ein kichern zu hören. Er grinste weiter.
      „Nein, tue ich nicht, aber wenn es der Preis ist, den ich für dich zahlen muss, werde ich dies mit Freuden tun.“
      Mittlerweile war der halbe Bus Publikum und dort ging jetzt ein raunen um. Konstantin konnte das Mädchen vor ihm flüstern hören: „Würde er doch sowas auch zu mir sagen ...“ Das ärgerte ihn.
      „Ich bin doch nicht so billig, wie deine bisherigen Freundinnen. Und sowieso. Bist du mir ohnehin viel zu billig.“
      Das war Abblitzen lassen erster Sahne. Die anderen waren still. Jimmy richtete sich wieder auf.
      Er griff in seine Rechte Jackentasche.
      „Dann … kann ich die hier“, er zog eine silberne Kette, mit einem wunderschönen kunstvoll gefertigten, runden Anhänger, mit einem grünen Stein in der Mitte, aus der Tasche und lies sie vor ihrem Gesicht baumeln, „wohl wieder zurückgeben.“
      Sie starre erstaunt die Kette an. Es war allgemein bekannt, dass Jimmy noch nie, auch nur irgend einer, seiner Freundinnen, je Schmuck geschenkt hatte. Im ganzen Bus herrschte schlagartig Toten-Stille.
      „Allerdings“, setzte er an, „würde ich sie dir lieber trotzdem geben … nachdem ich mir die Mühe gemacht habe sie aus zu suchen.“
      Er sah sie in der Erwartung einer Antwort an. Doch sie war so baff, dass sie keinen Ton heraus bekam.
      „Ich lege ihn dir einfach hier hin.“,sagte er, durch die Stille und das Ausbleiben der Antwort offensichtlich sehr verunsichert, und legte die Kette einfach auf ihren Schulranzen, der auf ihrem Schoß lag. „Du kannst ihn ja immer noch wegschmeißen, wenn er dir nicht gefällt ...“ Mit diesen Worten drehte er sich, nun etwas bleich im Gesicht, um und ging wieder durch den Bus nach hinten.

      Einige Augenblicke starrte sie noch fassungslos auf die Kette. Dann änderte sich ihr Gesichtsausdruck und sie nahm sie vorsichtig hoch. Nach dem sie ihn noch kurz in betrachtet hatte, sah sie hoch und sah sich um. Sie bemerkte, dass sie von sämtlichen Mädchen angestarrt wurde. Sie wurde augenblicklich rot, steckte die Kette schnell in eine ihrer Hosentaschen, als der Bus gerade in die Haltestelle fuhr.

      -

      Als sie wieder aufwachte spürte sie etwas warmes und angenehmes unter sich und hörte ein rhythmisches pochen im rechten Ohr. Sie fühlte sich irgendwie seltsam wohl. Das war sie beim Aufstehen gar nicht gewohnt. Sie rätselte noch eine Weile in ihrem, vom Schlaf noch immer betäubten, Verstand herum.
      Da wurde es ihr auf einmal klar und sie erinnerte sich wieder daran wie sie Gestern Abend eingeschlafen war. Sie öffnete die Augen und stellte fest, dass sie auf Chilèst lag.
      Sie richtete sich sofort und so schnell sie konnte auf. „Oh, mein Gott!“, dachte sie, „Wie peinlich! Was wird er denn jetzt von mir denken?! Der denkt jetzt bestimmt ich bin Eine die sich jedem zweiten Typen an den Hals wirft.“ Es war zum Verzweifeln. Er regte sich und öffnete langsam seine verschlafenen Augen. Jetzt setzte Panik in ihr ein. Was würde er sagen? Sie war ganz starr.
      Er richtete sich ebenfalls auf und gähnte herzhaft. In ihr stieg die Spannung.
      „Guten Morgen.“, sagte er liebevoll lächelnd, dann wandelte sich sein Blick und er sah sie besorgt an: „Ist mit dir alles in Ordnung? Warum guckst du mich denn so böse an? Hab ich etwas falsch gemacht?“
      Das riss sie aus ihrer starre und ihr schoss sofort das Blut in die Wangen und sie sah beschämt auf den Stoff der furchtbar bequemen Couch. Dann bemerkte sie die Decke die ihr von den Schultern gerutscht sein musste, als sie sich aufgerichtet hatte.
      „Nein, es ist alles in Ordnung.“, sagte sie, hob die Decke und schlang sie um ihre Schultern.
      „Hast du schlecht geschlafen?“
      „Nein, ich ...“ Sie stockte.
      Er sah sie erwartungsvoll an.
      „Ich ... Ich hab … total gut geschlafen.“, sagte sie ganz leise und wurde noch mehr rot.
      Chilèst seufzte erleichtert und entspannte sich sichtlich. Er sah auf seine Armbanduhr, schüttelte mit dem Kopf, zog sie aus und warf sie in einiger Entfernung auf einen Tisch neben der Couch.
      „Wir haben erst 8 Uhr.“,sagte er, „Dabei habe ich heute sogar frei.“
      Er sah sie an. Sie war immer noch in die Decke geschlungen und sah ihn mit einer Spur Müdigkeit an.
      „Wollen wir noch ein bisschen schlafen? Ich bin jedenfalls noch müde.“
      Er legte sich flach auf den Rücken und verschränkte seine Hände hinter dem Kopf.
      In ihr rührte sich etwas. Sie kämpfte dagegen an und legte sich neben ihn und auf die Seite. Er öffnete eines seiner Augen und sah sie an. Sie war immer noch rot. Er lächelte und sagte: „Du brauchst keine Angst zu haben. Ich beschütze dich.“ Sein Gesichtsausdruck änderte sich aprupt, als ob er etwas wichtiges ausgeplaudert hätte. Sie kicherte kurz und kroch dann auf ihn zu. Sie legte ihren Kopf auf seine Brust und kuschelte sich an ihn ran, wodurch sie noch röter wurde.
      „Hey, du bist ja ganz rot.“
      „Ach, Halt halt den Mund!“, murmelte sie und schloss die Augen.


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      Geändert von Dissi (17.01.2010 um 14:40 Uhr)
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    1. 17.11.2011, 19:46

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